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Stadt will neues System einführen

Parkgebühr schon bald per Handy zahlen

Hameln. Um die Parkraumbewirtschaftung zu steigern und gleichzeitig den Bürgerservice zu optimieren, will die Stadt noch in diesem Jahr ein neues Bezahlsystem für das Parken einführen. Der Autofahrer braucht dann nicht mehr zum Automaten zu gehen, um mit Kleingeld ein Ticket zu lösen, sondern soll die Parkgebühr via Handy entrichten können.

veröffentlicht am 11.03.2013 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 04.11.2016 um 11:21 Uhr

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Hans-Joachim-Weiß-Redakteur-Lokales-Hameln-Dewezet

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„Es ist eine Vereinfachung des Parksystems, entspricht dem Trend der Zeit und ermöglicht dann auch die Bezahlung der Parkzeit auf die Minute“, sagt Claudio Griese (CDU), Sprecher der aus Christdemokraten, Grünen und Unabhängigem bestehenden Mehrheitsgruppe, die die Pläne der Verwaltung unterstützen will. Die wird morgen während der öffentlichen Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Nachhaltigkeit und Klimaschutz (ab 16 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses) die Politik über das Handy-Parken als innovatives, bargeldloses Zahlverfahren informieren. „Ziel ist es, ein möglichst einfaches, für den Nutzer bequemes und kostengünstiges Bezahlen über das Mobiltelefon anzubieten“, heißt es im Rathaus.

Zur Auswahl stehen bislang drei Varianten:

Parken mit vorheriger Registrierung: Dieses System erfordert vor dem ersten Parkgang eine Registrierung des Handy-Nutzers beim Betreiber. Dazu müssen Autokennzeichen, Handynummer und eine Bankverbindung angegeben werden. Anschließend ruft der Parkende lediglich die kostenfreie Nummer des Betreibers an, um den Parkvorgang zu aktivieren. Zur Beendigung erfolgt ein weiterer Anruf und die Parkzeit kann minutengenau über das Konto abgerechnet werden. Die Einführung des Systems durch den Betreiber ist kostenfrei. Es wird jedoch ein vierstelliger Jahresbeitrag fällig, der von der Stadt getragen oder auf die Parker umgelegt werden könnte. Muss der Nutzer zahlen, käme pro Parkvorgang neben den Gebühren noch ein Zusatzbetrag hinzu.

Parken ohne vorherige Registrierung: Zum Bezahlen der Parkgebühr muss jeweils eine SMS mit dem Autokennzeichen, der Nummer der Parkzone und der gewünschten Parkzeit an den Betreiber gesendet werden. Dem folgt eine Bestätigungs-SMS. Eine Verlängerung der Parkzeit ist dann von jedem Ort aus möglich. Nach Ablauf der Parkzeit erhält der Kunde eine weitere SMS mit der Höhe der Gebühren. Wie beim Parkschein wird bei dieser Variante jedoch die Gebühr vorher gebucht. Die Folge: Bezahlte Parkdauer kann nicht rückgängig gemacht werden. Die Gebührenstellung erfolgt über Mobilfunkrechnung oder Prepaid-Karte, zudem fallen für den Nutzer SMS-Kosten an.

Parken sowohl mit als auch ohne Registrierung: Dabei kann der Kunde vor Ort entscheiden, welches System er nutzen will. Sobald allerdings das registrierungsfreie System gewählt wird, entstehen höhere Kosten. Dieses Handy-Parken ist jedoch unabhängig von der ausgewählten Version mit jedem Mobilfunktelefon und jedem -anbieter möglich.

Die Verwaltung favorisiert die Variante 1. „Je flexibler und zeitgenauer die Bezahlung erfolgen kann, desto attraktiver wird das Parken“, lautet die Begründung. Rechtliche Bedenken wegen des Datenschutzes räumt die Stadt aus. „Alle System-Anbieter sind zertifiziert und werden regelmäßig überprüft“, wird versichert. Und auch auf den Klimaschutz soll sich das Handy-Parken auswirken, denn durch den Wegfall von Parkscheinen reduziere sich der Verbrauch von Papier und Druckerfarbe.

Die Verwaltung beabsichtigt, das Handy-Parken zunächst entlang der Bordsteine einzuführen. Es ist jedoch angedacht, das Angebot zu einem späteren Zeitpunkt auch auf die Parkhäuser und beschrankten Stellplätze auszuweiten.

Wer die Parkzeit überschreitet oder keine Gebühr entrichtet, muss jedoch auch bei dem „Modell der Zukunft“ mit einem Knöllchen rechnen. Denn die städtischen Verkehrsüberwacher können über ein Spezialgerät abgleichen, ob die Gebühr bezahlt worden ist. Dafür brauchen sie nur das Kennzeichen einzugeben.



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