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Neue Stellflächen in der Lohstraße geplant, aber es könnte für die Autofahrer enger werden

Parken vor der Praxis – wohl nicht für jeden

Hameln (mafi). „Hameln bekommt eine neue ,Beste Lage‘“, werben Edda und Dr. Andreas Lueg für ihr Ärztehausprojekt „L1“ in der Lohstraße 1-2. Doch mancher Hamelner ist skeptisch: Gibt es nicht schon jetzt in diesem Viertel für Patienten oder Kunden Probleme, einen Parkplatz zu finden?

veröffentlicht am 26.10.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 08:21 Uhr

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Die Investoren heben in ihrem Projekt-Prospekt den „Verkehrsvorteil“ besonders hervor: Die Altstadt befinde sich in unmittelbarer Nähe, die Lohstraße sei per Bus hervorragend erreichbar, zum Bahnhof seien es nur rund zehn Geh-Minuten, und zur Tiefgarage unter dem Rathaus führe der „kurze Fußweg direkt durch den Bürgergarten mit seinen Blumenrabatten und den schönen Wasserspielen“. Doch künftig könnten in dem Bereich an der Ecke Deisterallee/Lohstraße in dem bestehenden und den beiden projektierten Ärztehäusern mehr als zwei Dutzend Mediziner residieren, sich zudem Therapeuten, Läden und Krankenversicherer ansiedeln. Das bedeutet dann eine dreistellige Mitarbeiterzahl; der tägliche Zustrom von Menschen dürfte sogar im Tausenderbereich liegen. Die Bauherren Thomas Hapke und Fabian Simon haben deshalb für ihr „Ärztehaus Monopol“ auf dem eigenen Grundstück 24 Parkplätze für Patienten vorgesehen, 70 bis 100 weitere für die Beschäftigten sollen auf gemieteten Flächen in der Vizelinstraße und in der Deisterstraße eingerichtet werden. Hapke stützt sich auf Erfahrungen mit dem Ärztehaus Lohstraße 4, das ebenfalls ihm gehört: Dort gibt es 64 eigene und 15 angemietete Parkplätze, 25 davon für die Patienten. Am „Monopol“ müssen die Fahrer für das Abstellen des Autos eine Gebühr bezahlen; so sollen Dauer- oder Fremdparker ferngehalten werden.

Die Luegs wollen hinter ihrem Gebäude fünf Einstellplätze schaffen, nach weiteren in der Umgebung wird Ausschau gehalten. Die Landesbauordnung schreibt vor, dass für „bauliche Anlagen, die einen Zu- und Abgangsverkehr mit Kraftfahrzeugen erwarten lassen, Einstellplätze in solcher Anzahl und Größe zur Verfügung stehen, dass sie die vorhandenen oder zu erwartenden Kraftfahrzeuge der ständigen Benutzerinnen und Benutzer und der Besucherinnen und Besucher der baulichen Anlagen aufnehmen können“. In Ausnahmefällen dürfen sich Hauseigentümer von dieser Verpflichtung freikaufen. Die Stadtverwaltung in Hameln kassiert gemäß ihrer Kraftfahrzeug-Einstellplatz-Ablösungssatzung für einen nicht nachgewiesenen Parkplatz in der Kernstadt 4700 Euro, für Bauvorhaben mit Wohnnutzung 3500 Euro. Das Geld muss sie in Auto- oder Fahrradabstellflächen oder in den Öffentlichen Nahverkehr stecken.

Am Bordstein in der Lohstraße zwischen Deister- und Vizelinstraße können rund 27 Autos stehen – mit städtischem Parkschein für 25 Cent je halbe Stunde. Diese Plätze sind schon jetzt zu Praxiszeiten ausgelastet. Ein größerer kostenpflichtiger Parkplatz befindet sich in der Hermannstraße – 300 Meter entfernt, ähnlich weit wie die Bushaltestelle Bürgergarten und etwas weiter als die Station Deisterstraße. Mediziner Lueg ist ein Freund einer guten Praxisorganisation, wodurch, wie er sagt, sein Wartezimmer und der Parkraum klein sein können. Der Diabetes-Experte hat zudem für seine Patienten einen Tipp, der nicht etwa ironisch gemeint ist: „Betrachten Sie den Fußweg und die damit verbundene Bewegung als Teil der Therapie.“



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