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Stadt will mit höheren Gebühren am Straßenrand erreichen, dass Parkhäuser häufiger angefahren werden

Parken in der City soll teurer werden

Hameln. Wer künftig in den Parkzonen der Innenstadt das Auto abstellen will, soll stärker als bisher zur Kasse gebeten werden. Die Verwaltung überarbeitet derzeit das Parkraumkonzept. Der neue Plan sieht vor, dass der Bereich der Stadt, in dem überhaupt Gebühren fürs Kurzzeitparken am Straßenrand anfallen können, zwar kleiner wird, dafür aber die Gebühren in den innenstadtnahen Bereichen stark steigen.

veröffentlicht am 11.02.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 08:41 Uhr

Autor:

von andrea Tiedemann
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Wer möglichst innenstadtnah parkt (rote Zone), soll dort künftig maximal 30 Minuten stehen dürfen. Das betrifft den Bereich der Altstadt. 30 Minuten sollen dann einen Euro kosten – das bedeutet eine Preissteigerung um satte 100 Prozent. In Zone 2 (gelbe Zone) bleibt maximal eine Stunde zum Parken, ebenfalls für einen Euro – was ebenfalls doppelt so viel ist wie bisher. Zone 2 umfasst den Bereich innerhalb des inneren Altstadtrings. Wer künftig aber einen längeren Fußmarsch in Kauf nehmen kann und das Auto in der grünen Zone (die neue Zone 3) abstellt, in der bisher ebenfalls Gebühren verlangt wurden, soll dort nun – bis auf wenige Ausnahmen – kostenfrei stehen dürfen. So zumindest die bisherige grobe Planung.

Abrechnung

im Parkhaus im Halbstundentakt

Die Idee der Verwaltung ist klar: Die begehrten innerstädtischen Parkplätze sollen gegenüber den Parkhäusern so teuer werden, dass Autofahrer auf die Parkhäuser ausweichen. In Zone 1 stehen dafür die Parkhäuser Stadtgalerie und Kopmanshof, in Zone 2 die Parkhäuser Rondell, Rathaus und Rattenfängerhalle zur Verfügung.

Bisher „nicht genügend ausgelastete öffentliche Parkhäuser“ sollen durch die veränderten Regelungen attraktiver werden, heißt es in dem Verkehrsentwicklungsplan. Im „ungünstigsten Fall“, so rechnen die Autoren verschiedene Szenarien einzelner Parksituationen durch, wäre das Gebührenniveau gleich hoch wie im Parkhaus, „meistens aber deutlich höher“. Damit das Parken im Parkhaus allerdings auch wirklich eine Alternative darstellt, soll auch dort der Abrechnungsmodus geändert werden – auch dort soll dann flächendeckend eine Bezahlung im Halbstundentakt möglich sein.

Bevor aber tatsächlich die neuen Gebühren für das Parken am Straßenrand eingeführt werden, will die Verwaltung zunächst eine Arbeitsgemeinschaft gründen: Einzelhandel, die Hameln Marketing- und Tourismus GmbH sowie die Stadtwerke sollen ihre eigenen Interessen einbringen dürfen.

Zusätzlich zu der neuen Gebührenregelung sind von der Stadt folgende Schritte geplant beziehungsweise bereits umgesetzt worden:

Sechs Minuten Parkzeit für 10 Cent – das ist bereits jetzt in der Domeierstraße und im Bereich Kastanienwall/Sedanstraße/164er Ring möglich. In den nächsten Jahren soll es an allen Parkautomaten möglich sein, ganz kurz zu parken – eine „Brötchentaste“ für Eltern, die Kinder zur Kita bringen, wäre damit obsolet, so die Stadt.

Liebhaber von E-Autos müssen grundsätzlich nicht zahlen, wenn sie am Straßenrand parken – das hat der Hamelner Rat vergangenen Oktober entschieden. An die maximale Parkdauer müssen sich aber auch Freunde der Elektromobilität halten.

Das Parkleitsystem für Parkhäuser wurde modernisiert. Statt „Frei“ und „Belegt“ wird die konkrete Zahl freier Parkplätze angezeigt.



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