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Christoph Seese neuer Geschäftsführer

Paritätische mit neuem Chef: Hoffnung auf Kontinuität

HAMELN. Der Kreisverband Paritätische Hameln-Pyrmont hat seit dem 1. September mit Christoph Seese einen neuen Geschäftsführer. Seese ist Nachfolger des nur für eine Übergangszeit von wenigen Monaten bestallten Anton Verschaeren, der kurzfristig die Aufgaben von Olaf Heilig übernommen hatte, der auch nur 15 Monate die Geschäfte des Paritätischen geführt hatte.

veröffentlicht am 18.09.2018 um 16:56 Uhr
aktualisiert am 18.09.2018 um 17:30 Uhr

Christoph Seese, der neue Geschäftsführer der Paritäten, an seinem Arbeitsplatz. Foto: wft
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Autor

Wolfhard F. Truchseß Reporter
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Seese, studierter Sozialpädagoge, hatte vor seinem Engagement beim Paritätischen 14 Jahre den zur Deutschen Bahn gehörenden Verein „Zukunft plus“ geleitet, dessen Aufgabe es war, Jugendlichen und Menschen mit Brüchen in ihrer beruflichen Laufbahn eine Perspektive für den ersten Arbeitsmarkt zu eröffnen. Der 49-Jährige hatte dabei die Management-Verantwortung für 120 Mitarbeiter. Beim Kreisverband der Paritäten führt Seese jetzt rund 360 Mitarbeiter, von denen viele in Teilzeit beschäftigt sind. Der Paritätische Hameln-Pyrmont ist der größte Kreisverband der Paritäten in Niedersachsen.

Dass sich Seese von seinem bisherigen Wohnort Kassel auf die Stelle in Hameln beworben hat, erklärt der Sozialpädagoge mit seinem grundsätzlichen Interesse an der Sozialarbeit. Er habe sich schon mehrere Jahre mit dem Wandel der Wohlfahrtsarbeit zur Sozialwirtschaft beschäftigt und beim Paritätischen Hameln-Pyrmont beobachtet, dass dieser aus wirtschaftlichen Gründen vorzunehmende Wandel dort im positiven Sinn vollzogen werde und der Mensch dabei weiter im Mittelpunkt stehe. Aber Seese betont auch: „Der Wohlfahrtsstaat verändert sich und dem muss Rechnung getragen werden.“ Nach Hameln und beim Paritätischen habe er sich beworben, „weil hier das Soziale im Vordergrund steht“. Der Paritätische wolle die Veränderung selbst gestalten, „denn da kommt in den nächsten Jahren unter den Stichworten ,Social business‘ und ,Social Entrepreneurship‘ etwas auf uns zu, was uns überrollen wird“.

Das Team des Paritätischen und der Beirat des Kreisverbandes seien froh, jetzt wieder einen Geschäftsführer vor Ort zu haben, betonte Hermann Niederhut, der langjährige Vorsitzende des Beirates. „Wir hoffen, dass jetzt wieder Kontinuität in die Geschäftsführung kommt“, betonte der Mediziner, nachdem es nach dem altersbedingten Ausscheiden von Norbert Raabe als Geschäftsführer mehrfach Wechsel in der Leitung des Kreisverbandes gegeben hatte.

Großen Wert legt Niederhut darauf, dass im Kreisverband auch in Zukunft die klassischen Werte der Wohlfahrtsarbeit gepflegt würden. „Aber“, betont Niederhut, „wir brauchen auch den wirtschaftlichen Erfolg“. Nicht in dem Sinn, dass Gewinne erwirtschaftet werden müssten, „aber wir müssen kostendeckend arbeiten und uns neuen Gegebenheiten öffnen, denn wir sind eine sozialwirtschaftliche Einrichtung, die auch in Konkurrenz zu privaten Anbietern steht“. Niederhut räumt in diesem Zusammenhang ein, dass im Einzelfall auch darüber nachgedacht werden müsse, sich von unwirtschaftlichen Geschäftszweigen zu trennen oder die Arbeit in diesen Bereichen so zu verbessern, dass die Kosten wieder gedeckt würden.



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