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Hamelner Ehepaar legt bei nördlichster Rallye der Welt 7500 Kilometer zurück

Panne hinter dem Polarkreis

HAMELN. Nur einmal mussten sie zu einer Werkstatt hinter dem Polarkreis. Ansonsten verlief die nördlichste Rallye, der „Baltic Sea Circle“, für Tanja (50) und Björn Bertelsmeier (47) reibungslos. Zehn Länder in 16 Tagen, 7500 Kilometer auf Schlagloch-Pisten. Ihr Ziel: Spendengelder für die Hamelner Hilfsorganisation Interhelp zu sammeln.

veröffentlicht am 12.07.2018 um 17:06 Uhr
aktualisiert am 12.07.2018 um 20:00 Uhr

7500 Kilometer Abenteuer: Tanja und Björn Bertelsmeier bewältigten die Ostsee-Rallye durch zehn Länder. Foto: pr
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Zehn Länder in 16 Tagen mit einem alten Militärgeländewagen durchquren und dabei 7500 Kilometer auf Schlagloch-Pisten, Schotterstraßen und Gletscherpässen durchqueren. Dieser Aufgabe stellten sich Tanja (50) und Björn Bertelsmeier (47) bei der „Baltic Sea Circle“, der nördlichsten Rallye des Erdballs, mit dem Zweck, Spendengelder für die Hamelner Hilfsorganisation Interhelp zu sammeln.

Unter den Blicken Tausender Zuschauer startete das Hamelner Ehepaar am 16. Juni auf dem Hamburger Fischmarkt zusammen mit 250 weiteren Fahrzeugen ins Abenteuer. Am ersten Tag führte die Reise von Hamburg aus über Fehmarn, von dort ging es mit der Fähre nach Kopenhagen. Die Weiterfahrt führte von Dänemark über die Öresund-Brücke ins schwedische Malmö und in die Küstenstadt Ystad.

Um möglichst zügig voranzukommen, starteten die Hamelner am nächsten Tag zeitig, denn das nächste Etappenziel, dass es zu erreichen galt, hieß Örebrö in Mittelschweden, von wo aus es weiter nach Norwegen gehen sollte. Auf ihrem Weg zeigten sich die Bertelsmeiers hilfsbereit, denn als ein anderes Team Probleme mit seiner Lichtmaschine hatte, halfen die beiden, eine neue zu organisieren und einzubauen.

Doch das Hamelner Ehepaar blieb selber nicht vom Pech verschont. Auf einer kilometerlangen Fahrt auf Schotterpisten in Norwegen kündigte sich ein Schaden am Radlager des bereits 25 Jahre alten Geländewagens an. Das Fahrzeug musste hinter dem Polarkreis in eine Werkstatt abtransportiert werden, die Antriebsachse musste erneuert werden. Nachdem das Ersatzteil per Express am nächsten Morgen aus Deutschland eingeflogen worden war, galt es für das Team, möglichst schnell zu den übrigen Fahrern aufzuschließen. Bei Tallinn wurden die beiden schließlich von den restlichen Teilnehmern empfangen.

An den darauffolgenden Tagen wurden Estland, Lettland, Litauen, Russland, schließlich Polen durchquert. An den Grenzen zu Russland und Polen kam es jeweils zu Verzögerungen: Formulare mussten ausgefüllt werden, das Fahrzeug wurde gründlich durchsucht. Nach dem letzten Halt in Stettin ging es für die beiden Hamelner schließlich wieder Richtung Hamburg, der Ziellinie entgegen.

Damit ging ein spannendes Abenteuer zu Ende – das seinen Zweck erfüllte. 4000 Euro für Interhelp kamen zusammen.red



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