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In leerstehenden Geschäften tut sich einiges / Ein Gebäude wird versteigert

Osterstraße gehört den Handwerkern

Hameln. Mögen manche auch die Leerstände beklagen – anders, als es den Anschein hat, tut sich was in der Osterstraße. Schon seit Wochen sind Handwerker im ehemaligen Berlips-Haus am Werkeln, das Ute Hapke-Swoboda, Inhaberin von „Studio Fee“, erworben hat. Sie lässt das Gebäude neben ihrem bisherigen Laden für Braut- und Abendmoden komplett umbauen und hofft, schon im März umziehen zu können. Das Haus Osterstraße/Ecke Heiliggeiststraße, in dem sich bisher noch ihr Geschäft befindet, soll versteigert werden, wie ein großes Transparent an der Front des Gebäudes verkündet. Die Westdeutsche Grundstücksauktionen AG gibt als Mindestgebot 320 000 Euro an, wer der Eigentümer ist, wissen offenbar auch die Mieter nicht: Ute Hapke-Swoboda jedenfalls sagt, sie überweise den Mietzins schon seit einiger Zeit auf ein Anderkonto.

veröffentlicht am 05.02.2014 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 03:21 Uhr

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Autor:

Christa Koch
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Ausziehen wird hier übrigens auch die „Leseratte“, die zur Bücherstube Seifert (Deisterallee) gehört. Beide Buchläden und der dazugehörige Schulbuchverlag haben ein neues Domizil in dem Laden in der Osterstraße gefunden, in dem einst Mengedoth beheimatet war und der zurzeit aufwendig saniert wird. Peter Peschke, Chef von Seifert, hatte zwar ursprünglich gehofft, schon im vergangenen Dezember umziehen zu können, allein: „Auflagen zum Denkmal- und zum Brandschutz haben das Ganze dann noch hinausgezögert.“ Von dem neuen Geschäft in der Mitte der Osterstraße, das allein im oberen Bereich 280 Quadratmeter umfasst, erhofft sich Peschke vor allem mehr Laufkunden, die er in der Deisterallee immer weniger hatte: „Die Lage hat sich dramatisch verschlechtert. Die Stadt-Galerie saugt alles an“, bedauert der Buchhändler, der sich zudem gegen die Konkurrenz aus dem Internet behaupten muss, jetzt aber optimistisch in die Zukunft blickt. In der Deisterallee wird er übrigens keinen Leerstand hinterlassen: Der benachbarte „AC Outdoor-Laden“, so Peschke, wolle einen Durchbruch schaffen, um sich zu vergrößern und so als Nachmieter die Räumlichkeiten der ehemaligen Bücherstube mitnutzen.

Und weiter geht es in der Osterstraße: Neben dem früheren Mengedoth-Laden hat vor kurzem ein Telefonladen eröffnet, saniert worden ist auch das ehemals von Schlecker angepachtete Geschäft. Miteigentümer Frank Sosnowski, dessen Familie das Gebäude gehört, hat auch hier die Handwerker rangelassen, hat aus dem ungünstig geschnittenen Ladengeschäft neue Räume entstehen lassen, für die er zurzeit Mieter sucht. Bis er Interessenten gefunden hat, stellt seine Cousine Sabine Nowak-Porosalla im Ladengeschäft aus – Schmuck, den die 44-jährige Hamelnerin aus allen möglichen Utensilien gefertigt hat – aus Elektrokabeln, aus Fahrradschläuchen.

„Vor der Renovierung war die Fläche praktisch nicht vermietbar“, räumt Sosnowski ein, der mit Nachfolgemietern bereits Pech gehabt hat: Der letzte – ein Outdoor-Laden – blieb nur wenige Wochen, andere hinterließen Mietschulden. Mit der Ausstellung möchte der 56-Jährige anderen Hauseigentümern in der Innenstadt Mut machen, nach kreativen Lösungen zu suchen, um tote Schaufenster zu vermeiden. Natürlich hofft auch er auf einen Dauermieter, auch für die zwei seniorengerechten Wohnungen übrigens, die er gerade im Obergeschoss errichten lässt.

Dieses Gebäude in der Osterstraße soll versteigert werden. Ein Transparent kündigt die bevorstehende Auktion an. Wal



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