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Ja, wo ist denn hier Afferde…?

Ortsschild geklaut – und weitere Anliegen unserer Leser

HAMELN-PYRMONT. Dienstags ist Zeit fürs Lesertelefon der Dewezet, und auch diesmal haben sich wieder etliche Leserinnen und Leser an uns gewandt mit ihren Anliegen. Eins davon: Ein Afferder Ortsschild ist verschwunden.

veröffentlicht am 03.11.2021 um 15:37 Uhr
aktualisiert am 03.11.2021 um 18:50 Uhr

Birte Hansen

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Reporterin zur Autorenseite

Es ist selten, aber es kommt vor: Lob und Anerkennung am Lesertelefon. Ausgesprochen wurde es von Ulrich Pötzsch im Namen von Gisela Wehrhahn: „Die Frühschwimmer möchten sich dafür bedanken, dass der ganze Übergang vom Südbad nach Unsen super geklappt hat!“ Die Lorbeeren gebühren der Aquasport GmbH, die dafür gesorgt hat, dass eine Traglufthalle die Becken des eigentlichen Freibades in Unsen in der Wintersaison zum Hallenbad werden lässt, während das Bad am Einsiedlerbach komplett saniert wird.

Sehr geärgert hat sich Elisabeth Hess. Sie sei alt (74) und krank und habe extra einen Zettel an Halloween mit eben diesem Hinweis an die Tür geklebt und mit der Bitte, nicht zu klingeln. Aus einem Korb hätten sich Kinder als „Süßes“ einen verpackten Keks nehmen können. Trotzdem fand sie „Saures“ vor: der Weg zur Haustür, der aus weißen Platten besteht, sei über und über verschmutzt gewesen. Dunkle Abdrücke aus „Dreck oder Kot oder Schokolade“ – „das macht man nicht!“, möchte Hess klar machen – womit sie wohl auf Zustimmung stoßen dürfte.

Der Bücherschrank im Hamelner Bürgergarten wird von einigen sehr geschätzt, von anderen aber immer wieder beschädigt. Die umfunktionierte rote Telefonzelle liegt auch Barbara Zunker am Herzen. „Ich fänd‘s so schade, wenn das Ding weg wäre – es gibt einige, die gerne unterstützen würden, indem sie beispielsweise regelmäßig kontrollierten, ob noch alles o.k. sei. Sie schlägt einen Runden Tisch vor, an dem Stadt, Freiwillige und vielleicht spendende Unternehmen zusammenkommen. Die Stadtverwaltung begrüßt laut Pressesprecherin Janine Hermann „das Engagement von Bürgerinnen und Bürgern“. Das Thema werde intern besprochen, und jemand würde sich gegebenenfalls bei Barbara Zunker melden.

Edda Jackstien hat einen Vorschlag für die Marienthaler Straße. Gegen den Umstand, dass Fußgänger dort stark gefährdet sind, könnte die Polizei in ihren Augen vorgehen, indem sie nicht blitzt, sondern kontrolliert, wer denn die Straße überhaupt als Anlieger nutzen darf.

Geh- und Radwege haben gleich drei Leser beschäftigt. Petra Bartsch wünscht sich, dass am Forster Weg stärker darauf geachtet wird, dass der Gehweg stadtauswärts auch als solcher genutzt werden kann. „Da hängt alles rüber“, sodass man mit dem Schirm hängen bleibt, und zur Saison liegen dort Pflaumen, Äpfel, Blätter, die den Fußgängern das Leben schwerer machen. Der Stadt sei das Problem bekannt, teilt Janine Herrmann mit und verspricht: „Es wird an dieser Stelle zeitnah Abhilfe geschaffen.

Margarete Meyer wohnt an der Alten Heerstraße und ärgert sich über Brennnesseln, die sich vom Weg hinter ihrem Grundstück auf ihr Grundstück ausbreiten. Auch die Büsche seien „vier Meter hoch, die nehmen uns das ganze Licht weg“! Zuständig ist die Stadt Hameln, die wenig Hoffnung auf weniger Grün macht: „Dieser Bereich ist ein Landschaftsschutzgebiet und soll naturnah bleiben. Dementsprechend wird in diesem Bereich auch nicht häufig geschnitten.“

Nicht mit Pflanzen, sondern mit Scherben hat Alfons Meißner zu tun. Der Lange Wall ist seine Fahrradstrecke, und „da liegt immer so viel Glas“ – das, wo doch Hameln eine fahrradfreundliche Stadt sein wolle. Ihn würde es freuen, wenn dort zwei bis dreimal pro Woche gefegt würde. Nach Aussage der Stadtverwaltung sind die Reinigungskräfte dort sogar täglich unterwegs. „Es kann aber immer mal wieder vorkommen, dass nach der Reinigung wieder Scherben dort liegen. Das ist dann manchmal leider nicht vermeidbar“, so Herrmann.

Ernst Meyer würde sich auch freuen, und zwar, wenn weniger Anglizismen verwendet würden. „Diese Booster-Impfung“, sagt er – das betreffe doch überwiegend Ältere, die vielleicht nicht alle Englisch könnten. „Das ist die dritte Impfung!“, schlägt Meyer vor. Überhaupt müssten nicht immer die angelsächsischen Begriffe verwendet werden.

Dewezet-Leser Dieter Pookvermisst ein Schild: Er schreibt, es sei vergessen worden, das Ortsschild Afferde nach Fertigstellung des Abzweiges der Hastenbecker Landstraße zum Industriegebiet wieder aufzustellen. Nicht vergessen, sondern geklaut wurde es – „ein neuer Auftrag ist bereits raus, und dann wird es zeitnah ersetzt“, erklärt Janine Herrmann. Das ist übrigens nicht das erste Mal, dass in der Region ein Ortsschild entwendet wurde. Auch Aerzen hat damit schon Erfahrung. Nach einiger Zeit wurde es ersetzt.



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