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Friederike im Anflug

Orkantief: Stadt warnt Bürger

HAMELN. Wenn die Berechnungen der Meteorologen zutreffen, wird das Orkantief „Friederike“ am Donnerstag über das Weserbergland hinwegfegen – mit starken Böen, die in der Spitze 115 bis 120 Kilometer pro Stunde erreichen können. Wer kann, sollte lieber zu Hause bleiben, warnt Janine Herrmann, Pressesprecherin der Stadt.

veröffentlicht am 17.01.2018 um 17:36 Uhr
aktualisiert am 18.01.2018 um 12:56 Uhr

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Autor:

Ulrich Behmann und Jens Spickermann

In jedem Fall sollte der Wald gemieden werden, denn dort könnten Bäume umstürzen und Äste herabfallen.

Der Waldboden sei seit einem halben Jahr extrem aufgeweicht – so matschig wie seit 30 Jahren nicht mehr, heißt es von der Stadt. „Durch den matschigen Waldboden haben viele Bäume nicht mehr den richtigen Halt, sie können leichter entwurzelt werden.“ Gefährdet sei bei Sturm zwar jeder Wald, besonders auf dem Finkenborn und im Riepen drohten jedoch Schäden. Ab welcher Windgeschwindigkeit die Bäume zu kippen drohen, könne man nicht vorhersagen, schreibt Herrmann. Große Nadelgehölze könnten dem Wind schneller nachgeben als Laubbäume, die im Winter keine Blätter haben und dem Wind daher weniger Angriffsfläche bieten. Auch Altere, hohe Bäume seien besonders gefährlich. Hauptsächlich komme es aber auf den Standort an – grundsätzlich könne jeder Baum umkippen. Zu besonders schweren Schäden könne es kommen, falls zusätzlich Eisregen oder Nassschnee auftreten sollten. Diese Konstellation habe man in Hameln aber nicht.

Doch nicht nur im Wald droht Gefahr: Auch Baugerüste könnten umstürzen und Dachziegel weggeweht werden. Die Bäume innerhalb des Stadtgebietes würden zwei Mal pro Jahr durch fachlich geschultes Personal auf ihre Verkehrssicherheit geprüft. Je nach Windstärke kann aber natürlich auch von gesunden und unbeschädigten Bäumen Gefahr ausgehen.

Auch nach dem Sturm sollte Vorsicht walten: Sturmschäden im bebauten Bereich würden umgehend beseitigt, im Wald zuerst die Wege freigeräumt, dann der Rest. Nach einem langen schweren Sturm könnten sich die Aufräumarbeiten aber auch länger hinziehen, so Herrmann. Besonders abseits der Waldwege sollte man also auch nach Durchzug eines Orkans immer mit beschädigten Bäumen und Ästen rechnen.

Besondere Vorkehrungen wegen des Sturms hat die Stadt Hameln nicht getroffen. Die Wege würden aber regelmäßig abgefahren und bei Bedarf geräumt, so Herrmann. Das sei „das tägliche Brot“ der Stadt.

Andere Stellen haben aber schon angefangen, sich für den Sturm zu rüsten: In der Kooperativen Regionalleitstelle Weserbergland in Hameln hat man bereits am Mittwoch über eine personelle Verstärkung nachgedacht. „Wir haben die Kollegen in Bereitschaft versetzt, können bei Bedarf alle neun Tische besetzen“, sagt der stellvertretende Leiter der Feuerwehr- und Rettungsleitstellen, Kay Leinemann. „Wir werden das Sturmfeld auf den Satellitenbildern sehr genau beobachten und lageangepasst reagieren.“ 115 Feuerwehren könnten im Falle eines Falles alarmiert werden, um blockierte Straßen zu räumen.

In der Unterkunft des THW-Ortsverbands Hameln am Schwarzen Weg in Klein Berkel würden bereits die Kettensägen betankt und vorsorglich noch einmal auf ihre Funktionstüchtigkeit hin überprüft, sagt der Ortsbeauftragte des Technischen Hilfswerks, Tobias Tasler. „Sicher ist sicher.“ Sollten Bäume auf Oberleitungen oder auf Schienen fallen und die Bahn die Bergungsgruppen des THW anfordern, könne man innerhalb kürzester Zeit helfend eingreifen. „Unsere Kettensägen sind geschärft“, sagt Tasler.



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