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Heftige Kritik am Agieren der Stadt während der erfolgreichsten Mystica Hamelon

„Ordner statt Knöllchen“

Hameln. Das Echo ist enorm; alle schwärmen von der „Mystica Hameln“. Die vierte Veranstaltung dieser Art hat alle bisherigen Erfolge übertroffen. Auf heftige Kritik bei Besuchern, Beschickern, Einzelhandel und auch der Hameln Marketing und Tourismus GmbH ist jedoch die „Knöllchen-Wut“ der Verwaltung gestoßen. Die hatte ihre Ordnungshüter zum Wochenenddienst angewiesen, um widerrechtlich geparkte Fahrzeuge mit einem Strafticket über 30 Euro zu versehen.

veröffentlicht am 05.03.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 04.11.2016 um 12:21 Uhr

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Hans-Joachim-Weiß-Redakteur-Lokales-Hameln-Dewezet

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„Dafür habe ich absolut kein Verständnis. Die Stadt wäre besser beraten gewesen, sie hätte Ordner für den Rathausplatz abgestellt, die die Autofahrer einweisen. Das wäre Werbung gewesen“, schimpft Horst Wellner. Der Einzelhändler zeigt sich aber ansonsten vom Mittelaltermarkt höchst angetan. „Es war eine sehr gelungene Veranstaltung; Programm und Frequenz stimmten“, schwärmt der Geschäftsmann. Das habe sich auch auf den verkaufsoffenen Sonntag ausgewirkt, den der Einzelhandel gestern als „zufriedenstellend“ bilanzierte. „Es gab schon bessere, denn die Leute haben sich mehr auf das Schauen und Bummeln verlegt“, erklärte Wellner.

Wie viele Menschen die „Mystica Hamelon“ besucht haben, vermag Dennis Andres nicht zu sagen. „Eine seriöse Zahl kann ich nicht nennen. Es waren gefühlt aber deutlich mehr als bei den vorausgegangenen Veranstaltungen“, sagt der Stadtmanager und betont, dass sich das Einbinden des Münsterkirchhofes bewährt habe. „Darauf werden wir im nächsten Jahr aufbauen“, kündigt Andres an. Dass die Stadt die Veranstaltung nutzte, um Knöllchen zu verteilen, hat auch den Stadtmanager geärgert. „Ein nettes Schreiben wäre mir lieber gewesen“, bekennt er und kündigt an, sich Gedanken machen zu wollen, wie dieses Problem künftig zu lösen ist: „Die Kapazität reicht einfach nicht aus, insbesondere, wenn die Parkhäuser voll sind, wie an diesem Wochenende.“

Das jedoch wird seitens der Stadt bestritten. Es habe genug freie Plätze gegeben, insbesondere im Rondell, behauptet Thomas Wahmes. Der städtische Sprecher beziffert die verteilten Knöllchen mit 31 und die daraus resultierenden Einnahmen mit 900 Euro. Reinhard Noll, bei den Stadtwerken für die Hamelner Parkhäuser zuständig, berichtet dagegen, dass die Garagen gut ausgelastet gewesen seien: „Nur hier und da hat es einen freien Platz gegeben.“ Doch die Stadt sieht sich im Recht: „Der Rathausplatz ist nur an verkaufsoffenen Samstagen und den Sonntagen vor Weihnachten zum Parken sowie dem Westfalentag freigegeben. Nach unseren Informationen ist es an allen anderen Tagen problemlos möglich, in einem der Parkhäuser zu parken“, heißt es im Rathaus.

Statt ein Auge zuzudrücken, ließ die Stadt am Wochenende beispielsweise auf dem Rathausplatz durch zwei Mitarbeiter Knöllchen verteilen. Wal



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