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Schüler begleiten Schulklassen durch die Veranstaltung der Elisabeth-Selbert-Schule im alten Postgebäude am Bahnhof

Optimale Vorbereitung auf die Anne-Frank-Ausstellung

Hameln (wft). Emily hat nur lobende Worte für ihre Vorbereitung auf die Arbeit als Begleitperson in der „Anne-Frank-Ausstellung“, die heute in den Räumen der Technischen Akademie im früheren Postgebäude am Hamelner Bahnhof eröffnet wird. „Ich habe viel Neues dazugelernt und freue mich darauf, Schulklassen durch die Ausstellung zu begleiten.“

veröffentlicht am 09.11.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 05:41 Uhr

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Zusammen mit 16 anderen Schülerinnen und Schülern der Elisabeth-Selbert-Schule hat sie zwei Tage lang auf eine ganz andere Art und Weise die Schulbank in den Ausstellungsräumen gedrückt: Referenten des Anne-Frank-Zentrums in Berlin, das die Ausstellung der Elisabeth-Selbert-Schule zur Verfügung gestellt hat, haben die Teilnehmer vorbereitet. Das Ziel: „Jugendliche begleiten Jugendliche“ durch eine Ausstellung und präsentieren sie „auf Augenhöhe“, wie die Referentin Alexandra Riha und Seminarleiter Florian Druckenthanner erläutern. Dazu wurden an den beiden Tagen vor allem die historischen Hintergründe der Geschichte der Anne Frank dargestellt, deren Tagebuch weltberühmt wurde. Es war entstanden, als sie mit ihrer Familie während der Nazizeit in Amsterdam in einem Versteck gelebt hatte. Anne Frank starb nach ihrer Deportation im Konzentrationslager Bergen-Belsen.

„Jeder von uns hat während des Seminars ein Referat von 15 oder 20 Minuten Dauer über einen der Schwerpunkte gehalten“, berichtet zum Beispiel die 17-jährige Vicky, die sich anfangs gar nicht sicher war, ob sie sich als Begleitperson für die Ausstellung zur Verfügung stellen soll. „Für mich sind die versäumten Schultage und Schulstunden ein echtes Problem“, erzählt sie. „Vor allem die Praxisstunden in meinem Berufsvorbereitungsjahr muss ich nacharbeiten.“ Trotzdem findet sie ebenso wie alle anderen freiwilligen Teilnehmer, dass dies ein gutes Seminar gewesen sei. „Ich habe hier wirklich viel mitgenommen“, lautet der einhellige Kommentar bei der Abschlussbesprechung. „Super, gut, optimal“, resümmiert die Gruppe. Eine ganze Reihe der Schüler ist außerdem froh, dass sie bei einem Besuch der liberalen Synagoge viel über das Judentum erfahren haben und dabei auch Irrtümer ausgeräumt wurden, wie Robin feststellt.

In dem Zwei-Tage-Seminar ging es aber auch um andere schwierige Fragen. „Was ist, wenn ein Lehrer mich bei meinem Vortrag unterbricht und meint, er kann das alles besser erklären?“, sorgt sich Sabrina. Den Tipp, ihm für die Ergänzung zu danken und wieder selbst die Führung zu übernehmen, findet sie schwierig, „weil der Lehrer sich dann vielleicht vorgeführt fühlt“. Aber der Seminarleiter hat Beruhigendes parat: „Die Lehrer erhalten vor Beginn der Führung ein Begleitschreiben, in dem das Projekt erläutert wird“, erklärt er. „Und dass unterbrochen wird, kommt nur ganz selten vor.“

Lampenfieber haben sie alle vor der heute beginnenden Ausstellung und ihrer ersten Begleitung einer Schulklasse. „Eine gute Vorbereitung ist die halbe Miete. Und Ihr seid gut vorbereitet“, gibt der Referent Entwarnung. Die Tipps, die sich die Schüler geben, fallen ganz unterschiedlich aus. Victoria will sich zum Beispiel noch einen „roten Faden“ für die Stationen der Ausstellung schreiben. Und Robin weiß vom Theaterspiel: „Am schlimmsten ist es vor der Premiere. Aber wenn es ernst wird, bleibe ich ganz ruhig.“ Diese Erfahrung haben die meisten Teilnehmer bei anderen Gelegenheiten auch gemacht: „Vorher ist die Aufregung am größten.“

Geöffnet ist die Ausstellung „Anne Frank – eine Geschichte für heute!“ vom 9. bis 30. November an allen Schultagen von 8 bis 16 Uhr. Für den Besuch von Klassen ist eine Anmeldung per E-Mail (anne.frank @ess-hameln.de) erforderlich. Termininformationen gibt es unter: www.elisabeth-selbert-schule.de/elisabethselbert/anne-frank-ausstellung.php

Gemeinsames Training für das Projekt „Jugendliche begleiten Jugendliche“ durch die Anne-Frank-Ausstellung: Einer trägt vor, die anderen hören kritisch zu.

Foto: wft



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