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Opposition sieht Starenkästen auf Straßen im Landkreis skeptisch

veröffentlicht am 28.02.2013 um 15:51 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:33 Uhr

Hameln (joa/hen). Der Vorschlag der Hamelner Ratsmehrheit von CDU, Grünen und Unabhängigen, zur Verbesserung der Verkehrssicherheit Apparate zur stationären Geschwindigkeitsüberwachung, sogenannte Starenkästen, an bestimmten Straßen und Kreuzungen in Hameln aufzustellen, stößt bei der Opposition auf Skepsis.

So meint Volker Brockmann, Fraktionsvorsitzender der SPD im Rat der Stadt Hameln, dass das Thema der stationären Geschwindigkeitsüberwachung immer wieder Thema der politischen Diskussion gewesen sei. Die Wirksamkeit von Starenkästen bezweifelt Brockmann jedoch – nicht zuletzt wegen des Gewöhnungseffekts einheimischer Autofahrer. Für Hans-Wilhem Güsgen, Vorsitzender der FDP-Fraktion im Rat, träfe der Blitz des fest installierten Starenkastens letztendlich doch zumeist auswärtige Besucher der Stadt. „Ortsansässige kennen die Kästen nach kurzer Zeit und lassen sich dann kaum noch erwischen“, so der Liberale. Für völlig absurd hält der FDP-Fraktionsvorsitzende das Griese-Argument, Starenkästen ähnlich wie im Nachbarkreis Holzminden unter Einnahme-Aspekten für kommunale Kassen zu sehen. „Dann könnten wir ja auch gleich Zollschranken an den Ortseingängen aufstellen und eine City-Maut nehmen“, spöttelt Güsgen.

Eine klare Absage erteilt Rüdiger Butte dem Vorschlag: Der Landrat ist grundsätzlich ein Gegner von stationärer Verkehrsüberwachung. Auch er führt als Argument an, die Einheimischen würden sich schnell auf die „Blitzer“ einstellen – und damit würden diejenigen in die Falle tappen, die als Touristen oder Einkäufer Geld nach Hameln bringen würden. Er plädiert für eine mobile Verkehrsüberwachung in Abstimmung mit der Polizei an „Unfallschwerpunkten, Altenheimen, Schulen oder Kindergärten“. Es gebe inzwischen eine neue Messtechnik, die es ermögliche, auch an unübersichtlichen Stellen wie im Kurvenbereich Kontrollen durchzuführen.



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