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Frau und Mann „trafen sich zufällig“, aber: Warum hatte die Tatverdächtige ein Messer dabei ?

Opfer wird auf Intensivstation behandelt

Hameln (ube). Der am Donnerstag bei einer Messerattacke schwer verletzte Hamelner (44) wird nach Angaben der Polizei auf der Intensivstation des Kreiskrankenhauses an der Weser behandelt. Seine Lebensgefährtin (31) steht im Verdacht, ihm mehrfach ein Messer in den Brustkorb gestochen zu haben. Gegen die mutmaßliche Täterin hat ein Richter des Amtsgerichts Hameln einen Untersuchungshaftbefehl erlassen. Das bedeutet: Sie muss in einer Zelle des Frauengefängnisses Hannover auf ihren Prozess warten.

veröffentlicht am 17.04.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 12.11.2016 um 02:21 Uhr

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Bei der Tatwaffe habe es sich um ein Klappmesser gehandelt, sagte gestern Polizeioberkommissar Jörn Schedlitzki auf Anfrage der Dewezet. Über die Klingenlänge schweigt sich das für Mord und Totschlag zuständige 1. Fachkommissariat des Zentralen Kriminaldienstes aus. Zur Begründung hieß es, das sei Täterwissen.

Unklar ist immer noch das Motiv der Bluttat. Da sich die Frau und der Mann zufällig auf der Gertrudenstraße begegnet sein sollen, stellt sich die Frage, warum die 31-Jährige die Stichwaffe dabei hatte. Hat sie auch in der Vergangenheit stets ein Taschenmesser dabei gehabt? Oder hat sie es an diesem Tag extra eingesteckt? Wenn ja, warum? Was hat die Frau zu diesem Punkt bei der Polizei ausgesagt? Und: Entsprechen diese Angaben auch der Wahrheit? Polizisten sind derzeit dabei, die Angaben der Tatverdächtigen zu überprüfen. „Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren“, sagte Schedlitzki, ohne jedoch Details nennen zu wollen. Aus „taktischen Gründen“, wie es hieß.

Bislang haben sich noch keine Zeugen gemeldet, die den Streit auf der Gertrudenstraße oder den Messerangriff beobachtet haben. Die Ermittler bitten Dewezet-Leser, die Hinweise geben können, sich mit der Inspektion (Telefon: 05151/933-222) in Verbindung zu setzen.

Die Dewezet erfuhr, dass die Hamelnerin zur Tatzeit angetrunken war. Ihr Atemalkohol soll 1,08 Promille betragen haben. Das entspricht ziemlich genau dem Wert (1,1 Promille), den sie am Mittwoch – also knapp elf Stunden vor dem Verbrechen – hatte. An diesem Abend habe die Frau die Polizei gegen 18 Uhr um Hilfe gebeten, hieß es. Ihr Partner war von Beamten daraufhin zunächst aus der gemeinsamen Wohnung gewiesen worden. Um 22 Uhr nahmen ihn Ermittler dann mit zur Wache. Grund: Der Betrunkene (3,3 Promille) hatte gegen den Platzverweis verstoßen.



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