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Bastian Bielendorfer in Hameln

„Omma war die wundervollste Frau der Welt“

HAMELN. Eindeutig: Es geht steil aufwärts für Bastian Bielendorfer. „Vor einem Jahr füllte ich bei meinem Auftritt die Sumpfblume mit 250 Zuschauern, heute sind es 400 Personen und im nächsten Jahr kommt die ganze Welt“, verkündete er am Samstag im ausverkauften Weserberglandzentrum.

veröffentlicht am 10.02.2019 um 17:40 Uhr
aktualisiert am 10.02.2019 um 20:20 Uhr

Schnell noch ein Video für Papa: Bastian Bielendorfer im Weserberglandzentrum. Foto: kke

Autor:

Karin Kellerer
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Klar, die Geschichte, dass er im tiefsten Ruhrpott in einer Lehrerdynastie aufgewachsen ist, ebenso wie seine Erlebnisse bei „Wer wird Millionär?“ gab Bielendorfer auch diesmal zum Besten. Alles „lustig, aber wahr“ – so heißt schließlich auch sein aktuelles Programm.

„Meine Omma“, so sagt man im Ruhrgebiet, „war die wundervollste Frau der Welt. Ich hatte viel Spaß mit ihr.“ Mancher hätte geglaubt seine „Omma“ hätte einen Schlaganfall, da sie sehr gebückt ging und ein wenig torkelte, erzählte er. „Aber in Wirklichkeit hatte sie immer einen Kleinen sitzen“. Ihre Antwort auf alle Fragen lautete: „Penatencreme“. Bei jedem kleinen Wehwehchen holte sie die blaue Dose aus der Tasche. Das mache einen schönen Teint und sie benutzte es auch sonst zu allen Gelegenheiten. „Auch meine Frau wurde damit einbalsamiert, als wir einen gemeinsamen Ausflug mit Übernachtung in einem von Omma reservierten Dreier-Zimmer machten. „Ein Traum in Braun“, so Bielendorfer. Als „Omma“ dann aber während des Abendessens erfuhr, dass seine Frau Vegetarierin sei, mischte sie heimlich ein wenig Leberwurst in die Gemüsesuppe, „denn sonst wird sie nie schwanger“.

Sein „Oppa“ war genauso eine Granate wie „Omma“. Ein „cooler Typ“ mit dem sich prächtige Böller basteln ließen. „Er hatte einen faustgroßen orangefarbenen Böller im Keller stehen und ich war als Zwölfjähriger voll der Meinung, es sei eine Atombombe.“ Später habe er ihn dann am Grab des Großvaters gezündet: „Es war wirklich eine Atombombe, denn ich sprengte einen ein Meter tiefen Graben um den Friedhof.“

Eine Anekdote jagte die andere, das Publikum war begeistert. Sein Vater hätte ihn zum Beispiel gerne veralbert. Eine vermeintliche Lehre: Nur schlechte Menschen müssen in Öffis Tickets kaufen. „Ich glaubte ihm und hatte bei meiner ersten Busfahrt natürlich sofort das Nachsehen.“ Bielendorfer schloss mit einer rührenden, emotionsgeladenen Feststellung: „Liebe und Lachen sind stärker als Tränen, Trennen und Hass.“ Auch so eine Seite hat der 34-Jährige also.

Er erntete lang anhaltenden Applaus und wurde erst nach zwei Zugaben von der Bühne entlassen. Im Foyer gab er Autogramme und war zu Smalltalk und Selfies gern bereit.

Ramona Kutter (Bisperode) und Marion Dohme (Hameln) waren begeistert: „Man erkennt sich in vielen seiner Geschichten wieder.“ Apropos sich wiedererkennen: „Ich benutze Penatencreme, um meine Wattebällchen zur Weihnachtszeit am Fenster zu befestigen“, erzählt Ramona Kutter. Lutz und Martina Schneider aus Lauenstein waren sich einig: „Genial. Wir haben sein erstes Buch gelesen und wollten ihn jetzt live erleben. Super.“ Evert, Anja und Brigitte (Coppenbrügge) hingegen hatten sich mehr von dem Auftritt versprochen: „Wir haben in der Komischen Nacht schon bessere Akteure erlebt“, sagen sie. Ihr Urteil: „Geht so.“



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