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Griechenland tischt auf

Oliven-Öl und Honig aus dem sonnigen Süden

Oliven – die schmecken nach Sommer, Sonne und Urlaubsfreuden am Mittelmeer. Das gilt auch für das Öl, das aus den Kernfrüchten gewonnen wird. Es gibt kaum ein mediterranes Gericht, das ohne Olivenöl auskommt. Wie gesund Oliven sind, ist sattsam bekannt. Auch bei Pflegeprodukten spielen sie eine wichtige Rolle, speichern sie doch selbst in größter Trockenheit eines der reichhaltigsten Öle der Welt. Schon in der Antike wurde es in der Kosmetik und bei Massagen verwendet. Es zählte dort aber auch zu den Hauptnahrungsmitteln. Und ist seither nicht mehr vom Tisch zu kriegen. Das ist auch gut so.

veröffentlicht am 13.06.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 20:21 Uhr

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Welches Öl man bevorzugt, ist zwar oft Geschmackssache – extra natives Olivenöl aus eigenem Anbau aber ist nicht zu toppen. Ein nach alter Familientradition aus handgepflückten Kalamata-Oliven hergestelltes und kalt gepresstes Olivenöl bietet Georgios Kanellopoulos unter dem Produktnamen „Elia“ auf dem Wochenmarkt an. Typisch ist der milde, harmonische Geschmack. Die Oliven stammen aus den sonnenverwöhnten Bergregionen des griechischen Peloponnes, wo die Eltern von Georgios vor über 45 Jahren ihre Landwirtschaft zurückließen, als sie nach Deutschland auswanderten. In jedem Winter aber ernten sie dort weiterhin ihre Oliven aus eigenem Anbau: „Da gibt es keine chemischen Zusätze und keine Pestizide“, erzählt Georgios Kanellopoulos: „Als Dünger werden nach der Kaltpressung nur die Blätter und der Most auf den Olivenhainen verteilt.“ Dass die Olivenernte in Handarbeit geschieht, ist mühevoll, aber schonend: Mit einem länglichen Krückstock wird gezielt und vorsichtig auf die Äste des Baums geschlagen, damit die reifen Oliven in die ausgelegten Fangnetze fallen. Noch am Erntetag werden die Kernfrüchte weiterverarbeitet. Mit Stolz verweist Georgios Kanellopoulos auf Lobeshymnen aus berufenem Mund, wenn es um das „Elia“-Olivenöl der Familie geht: Es werde „selbst von den besten sizilianischen Sorten nicht übertroffen“, urteilte die „Berliner Zeitung“. Der „Tagesspiegel“ sprach von einem „sensationellen Olivenöl“. Und der „Stern“ stellte fest: „Die kurz aufflammende Schärfe beim puren Verkosten zeugt von Qualität.“

Neu ist Olivenöl mit Aromen wie Orange, Trüffel oder Basilikum. Und auch Balsamico gibt’s bei Georgios. Ehrlich räumt dieser ein: „Der italienische ist besser als der griechische.“ Er hat beide im Angebot. Und noch allerlei mehr aus dem sonnigen Griechenland. Die zartvioletten Kalamata-Oliven, die wegen ihres mild-würzigen Geschmacks bei Gourmets als die besten gelten, legt sein Vater selbst ein. Sie sind pur ein Genuss. Alternativ dazu gibt es auch etwas kleinere Oliven in Dosen.

Ein Geschmackswunder ist der Thymian-Honig von der Insel Kreta mit seinem intensiven Eigenaroma. Von der sonnigen Mittelmeer-Insel kommt auch ein delikater Berghonig. Der Tannen- und Blumenhonig stammt dagegen wieder von den Hängen des Peloponnes. Wie auch die Oliven, aus denen die schwarze und grüne Paste zum Verfeinern von Soßen oder als Brotaufstrich hergestellt wird. „Die schwarze ist etwas intensiver im Geschmack“, erklärt Georgios Kanellopoulos.

Und dann gibt es bei ihm noch zwei köstliche Olivenbrotsorten – mit Paprika oder mit Schafskäse und Oliven, im Steinofen gebacken. Beide Brote sind (nicht nur an heißen Tagen) die perfekte Ergänzung zu einem griechischen Bauernsalat, den man mit frischem Gemüse vom Markt leicht zubereiten kann: Die Marinade aus Olivenöl und wenig Balsamico anrühren, mit schwarzem Pfeffer aus der Mühle, Salz, etwas Honig und Senf abschmecken und zwei zerdrückte Knoblauchzehen daruntermischen. Zwiebeln pellen, in Ringe schneiden und dazugeben. Die Marinade kurz ruhen lassen. Inzwischen eine gelbe und eine rote Paprika putzen, sechsteln und würfeln. Eine Salatgurke gründlich waschen, mit Schale in Scheiben schneiden und diese vierteln. Etliche Aroma-Tomaten waschen und würfeln. Das Gemüse in die Marinade geben und Oliven hinzufügen. Zum Schluss festen Schafskäse würfeln und in den Salat geben. Alles gut vermischen und mit frisch gehackter Petersilie bestreuen. Dazu passt griechischer Rotwein, zum Beispiel ein Negoska aus Makedonien mit fruchtiger Note. Oder ein Agiorgitiko von dem Peloponnes mit samtigem, kräftigem, beerenfruchtigem Aroma, ein Wein, der aufgrund seiner dunkelroten Farbe auch den Beinamen „Blut des Herkules“ trägt.

Vom Hamelner Wochenmarkt berichtet Karin Rohr

Honig von Kreta und nach alter Familientradition hergestelles Oliven-Öl vom Peloponnes bietet Georgios Kanellopoulos auf dem Wochenmarkt an.fn



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