weather-image
×

"Oberschulen nur ein Zwischenschritt"

veröffentlicht am 23.05.2011 um 17:58 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:35 Uhr

Hameln (HW). Die Sozialdemokraten haben ihr Programm für die Kommunalwahl am 11. September verabschiedet. Wesentliche Aussagen: Das Einsetzen eines Integrationsbeauftragten bei der Stadt Hameln, der Erhalt der vorhandenen Badeeinrichtungen und ein dauerhafter Verzicht auf Privatisierung der Stadtwerke, des Abwasserbetriebs, der HWG, städtischer Wälder und Öffis.
 Hamelns SPD-Chef spricht dabei von einem Vorratsbeschluss. Wenngleich ein Verkauf dieser öffentlichen Einrichtungen derzeit nicht auf der Agenda steht, will Werner Sattler damit zum Ausdruck bringen, dass ein solches Vorhaben mit seiner Partei auch künftig nicht zu realisieren ist. „Wesertal ist ein mahnendes Beispiel“, sagt der SPD-Vorsitzende und betont, dass auch in anderen Kommunen der Verkauf des Tafelsilbers „wie ein Bumerang zurückgekommen ist“. Von einem Integrationsbeauftragten verspricht sich die SPD „ein Kümmern auf unterer Ebene“, wie es Sattler formuliert. Derzeit fühle sich in Hameln niemand dafür zuständig. „Es gibt aber viele Probleme; die wollen wir anpacken“, so der SPD-Chef, der auch dem von der CDU geforderten Neubau eines Erlebnisbades eine Absage erteilt. „Ein Erlebnisbad wird höhere Eintrittsgelder erfordern. Und durch das Überangebot in unserer Region kann es nicht wirtschaftlich betrieben werden“, meint Sattler. Entsprechende Bestrebungen bezeichnet er als „unsozial und unfinanzierbar“. Auch der Sanierungsstau in den Bädern, der in den nächsten Jahren Investitionen in Millionenhöhe erfordert, schreckt den Parteichef nicht: „Ein Neubau muss sofort finanziert werden; Sanierung lässt sich nach und nach erledigen“, begründet er und nennt die Umsetzung des Klima- und Radwegekonzepts sowie die Verstärkung der interkommunalen Zusammenarbeit als weitere politische Ziele. Auch eine Verbesserung der Verkehrssituation hat sich die SPD auf die Fahnen geschrieben. Sattler: „Das reicht von der Konkretisierung der Südumgehung bis zur Sanierung der Basbergstraße.“
 Nach einer lebhaften Debatte hat sich die Partei-Basis auf Forderung der Jungsozialisten darauf geeinigt, dass Oberschulen nur eine Zwischenlösung sein können. Dass die SPD-Ratsfraktion gerade erst der Einführung dieser Schulform in Hameln zugestimmt hat, ist für Sattler kein Widerspruch: „Das ist ein Zwischenschritt, um die Grundschulen abzusichern. Endziel ist die Integrierte Gesamtschule. Wir sind Realpolitiker und versuchen, mit kleinen Schritten ans Ziel zu kommen.“

Die SPD hat zudem die Spitzenkandidaten für die Ortsräte nominiert: Wolfhard Hensel (Hastenbeck), Hartmut Binder (Halvestorf), Helmut Waber (Haverbeck), Kurt Meyer-Bergmann (Klein Berkel), Bettina Schultze (Sünteltal), Elke Meyer (Tündern), Christine Diercks (Wehrbergen), Manfred Gätz (Hilligsfeld). Ortsräte aufgestellt. Offen ist, wer in Afferde die Nachfolge von Waltraud Mehring als Ortsbürgermeisterin antritt. Die SPD wählte Ines Buddensiek und Björn Lönnecker auf die vorderen Plätze. Sattler: „Der Wähler kann entscheiden, wer dann Ortsbürgermeister werden soll.“



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2020
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Anzeige
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt