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Oberlandesgericht gibt Eltern Sorgerecht zurück

veröffentlicht am 10.11.2010 um 21:07 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:36 Uhr

Hameln/Celle (ube). Im Fall des vom Kreisjugendamt ins Kinderheim gesteckten zwölfjährigen Mädchens aus Hameln hat das Oberlandesgericht Celle über die Beschwerde der Eltern Marita (59) und Viktor M. (59) entschieden. Die Richter des 12. Zivilsenats änderten die Beschlüsse des Amtsgerichts Hameln und wiesen den Antrag des Jugendamtes auf vorläufige Entziehung des Sorgerechts im einstweiligen Anordnungsverfahren zurück.  Landrat Rüdiger Butte geht allerdings davon aus, „dass es in dieser Sache noch ein Verfahren vor dem Familiengericht geben wird“. Für den Landkreis Hameln-Pyrmont stellt der Behördenchef fest: „Das OLG Celle hat aber auch gesagt, dass das Vorgehen des Jugendamtes rechtmäßig war.“ Rechtsanwalt Rudolf von Bracken sagte: „Ich bin froh darüber, dass die Eltern das Sorgerecht zurückbekommen haben.“  Vater Viktor M. sagte am späten Mittwochabend: „Wir sind erleichtert, glücklich und befreit.“ Mutter Marita M. meinte: „Unsere Gefühle können wir nur schwer beschreiben. Es bleiben die Wunden, die man uns geschlagen hat. Fast sechs Monate waren wir von unserem Kind getrennt. Was uns angetan wurde, lässt sich – bei aller Freude über die Gerichtsentscheidung – nicht wegwischen.“
 Schülerin Marina (Name geändert) jubelt: „Ich finde es ganz toll, dass ich jetzt für immer bei Mama und Papa bleiben darf. Ich hatte Angst, dass ich wieder ins Heim muss.“

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