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Spannung beim Vorlesewettbewerb: Stechen entscheidet / Auch Förderschüler treten an

„Nordwindhexe“ besiegt das Lampenfieber

Hameln (sto). So richtig wohl in ihrer Haut fühlten sich Paul, Merle, Ipek und ihre 15 Mitstreiter gestern nicht. Denn die meisten von ihnen waren sehr aufgeregt, und in einigen Momenten schlug ihnen das Herz bis zum Hals. Außerdem plagte die elf- bis 13-jährigen Schülerinnen und Schüler ein starkes Lampenfieber, mussten sie doch vor einem größeren Publikum aus mitgebrachten Büchern etwas vorlesen. Auch eine Jury war anwesend. Und die trieb das Lampenfieber noch in die Höhe. Als am Ende der Veranstaltung in der Stadtbücherei Pfortmühle auch noch ein „Lesestechen“ stattfand, wurde die Spannung immer knisternder.

veröffentlicht am 04.02.2011 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 09.11.2016 um 05:21 Uhr

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Sieger des Vorlesewettbewerbs wurden nach eingehender Beratung der Jurymitglieder schließlich Hanna Brinkmann (11), Franziska Lüllwitz (13) und Kai Engers (12). Den Gewinnern überreichte Claudia Möhlmann von der Bücherstube Seifert je ein Buch, einen Büchergutschein und eine Urkunde. Die anderen Vorleser erhielten ein Buchpreis und eine Urkunde.

Teilgenommen an dem traditionellen Wettbewerb haben 18 Schüler und Schülerinnen aus 15 Schulen des Landkreises, mehr als im vergangenen Jahr. „Alle Schulformen, auch die der Förderschule, waren vertreten“, so Birgit von Harten, Leiterin der Jugendbücherei. Die Teilnehmer waren im Dezember vergangenen Jahres als Lesesieger in ihren Schulen hervorgegangen.

„Beim Vorlesen in der Schule war ich nicht so aufgeregt“, sagte Hanna am Ende der Veranstaltung. Freudestrahlend und erleichtert nahm die Schülerin des Schillergymnasiums ihre Urkunde entgegen. Vorgelesen hatte sie aus dem Buch „Paula Pepper ermittelt“ von Sabine Blazy. Hannas Mitschüler, die im Publikum saßen, begleiteten die Siegerehrung mit viel Applaus. Auch Kai strahlte über seinen Sieg. Der 12-jährige Schüler der Hauptschule in Hessisch Oldendorf hatte sich mit dem Buch „Krabat“ auf die Siegerstufe gelesen. „Glücksfee“ von Franziska war die „Nordwindhexe“ von Daan Remmerts de Vries.

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„Das Buch gefällt mir deshalb so gut, weil es so spannend ist“, erklärte die Schülerin der Astrid-Lindgren-Förderschule in Bad Münder. An Charleen Maschke, die aus dem anrührenden Buch „Feuer im Kopf“ las, ist der Sieg nur knapp vorbeigegangen. Die elfjährige Schülerin des Albert-Einstein-Gymnasiums unterlag beim „Lesestechen“ mit Hanna. Die beiden Mädchen mussten einen unbekannten Text aus dem Buch „Speed-Dating mit Papa“ von Juma Kliebenstein vorlesen.

„Die Jury hat sich ihre Entscheidung nicht leicht gemacht“, betonte Claudia Möhlmann. Alle Teilnehmer seien mit Eifer bei der Sache gewesen, so dass keine Langeweile im Publikum aufgekommen sei. Die Jury setzte sich zusammen aus Vertretern der Stadt, der Stadtbücherei, der Dewezet, Radio Aktiv und zwei Wettbewerbsteilnehmerinnen aus dem vergangenen Jahr.

Der Vorlesewettbewerb wird seit 1959 jährlich vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels in Zusammenarbeit mit Buchhandlungen, Bibliotheken, Schulen und weiteren kulturellen Einrichtungen durchgeführt. „Ich halte diesen Wettbewerb für sehr wichtig, denn er spornt zum Lesen an“, betonte Heike Andermann. Besonders für Hauptschüler sei ein Leseansporn wichtig, denn viele von ihnen hätten Leseschwierigkeiten. Was auch dadurch bedingt sei, dass manche den Sinn eines Textes nicht erfassen, so die Lehrerin der Hauptschule Aerzen im Hummetal.

Von links die drei Sieger: Franziska Lüllwitz (13), Hanna Brinkmann (11) , Kai Engers (12).

Fotos: sto

Konzentriert: Ipek Sener aus der Hauptschule Aerzen.



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