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Arbeitsagentur sieht Chancen für Jugendliche und auch Betriebe / Reintjes setzt auf Eignungstests

Noch viel Bewegung auf dem Ausbildungsmarkt

Hameln (red). Die meisten betrieblichen Ausbildungen haben bereits am 1. August begonnen. Also alles gelaufen? Weit gefehlt, sagt die Arbeitsagentur Hameln. Heimische Unternehmen haben nämlich noch Ausbildungsstellen für 2011 zu besetzen. Und der gemeinsame Arbeitgeber-Service von Arbeitsagentur und Jobcenter Hameln-Pyrmont unterstützt bei der Besetzung.

veröffentlicht am 30.08.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 08.11.2016 um 03:21 Uhr

Chancen bei Reintjes: Nico Gatzmaga und Hendrik Augustin beim Feilen und Messen (v.li.) Foto: Wal
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Die Firma Reintjes beispielsweise stellt jedes Jahr neue Auszubildende ein, unter anderem Industriekaufleute, Zerspanungsmechaniker, Industriemechaniker und Technische Zeichner. Als renommiertes Unternehmen bei langfristig angelegtem Auswahlverfahren kann Reintjes seine Ausbildungsplätze eigentlich immer erfolgreich besetzen. Dabei lässt sich das Unternehmen bei der Auswahl und Besetzung vom Arbeitgeber-Service und der Berufsberatung der Arbeitsagentur Hameln unterstützen. So war es auch in diesem Jahr – alle Ausbildungsplätze waren seit langer Zeit besetzt.

Doch auch ein Unternehmen wie der Schiffsgetriebehersteller ist nicht vor allen Misslichkeiten geschützt: In diesem Sommer sprangen zwei Jugendliche kurzfristig zum Ausbildungsbeginn ab. Trotz des späten Zeitpunktes wollte man aber die beiden Ausbildungsplätze zum Zerspanungsmechaniker und Industriemechaniker nicht unbesetzt lassen, auch um dem eigenen zukünftigen Fachkräftemangel vorzubeugen. Also wurden die Lehrstellen vom Personalwesen dem Arbeitgeber-Service gemeldet, mit der Bitte um Unterstützung. Noch am gleichen Tag schlossen sich Arbeitgeber-Service und Berufsberatung der Arbeitsagentur kurz. Und durch den persönlichen Kontakt der Berufsberater zu Jugendlichen konnten offene Fragen schnell beantwortet werden. Geeignete Jugendliche auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle wurden kontaktiert, deren Interesse abgeklärt und die Eignung überprüft. Letztendlich konnten zunächst sechs passende Bewerber gefunden werden. Die Lebensläufe der Jugendlichen wurden an Reintjes weitergegeben, bereits wenige Tage später wurden die Bewerbungsgespräche geführt. Anschließend fanden die Eignungstests statt – fünf Jugendliche mit den unterschiedlichsten Werdegängen nahmen daran teil. Innerhalb von nur vier Tagen wurden schließlich zwei Lehrlinge eingestellt. Besonders bemerkenswert: Darunter ist auch ein junger Mann, der zu einem früheren Zeitpunkt aufgrund seiner Noten keine Chancen bei der Vorauswahl gehabt hätte, aber beim Eignungstest erfolgreich war.

Dr.-Ing. Christian Schliephack, Geschäftsführer der Reintjes GmbH, ist zufrieden: „In unserem Unternehmen besitzt die berufliche Erstausbildung einen hohen Stellenwert. Vor diesem Hintergrund wurde die schnellstmögliche Nachbesetzung der Ausbildungsplätze ange-strebt, um einerseits ausbildungswilligen Berufsanfängern umgehend eine Chance auf eine qualifizierte Berufsausbildung zu geben und andererseits den für die Zukunft erwarteten Facharbeiterbedarf zeitgerecht abdecken zu können.“ Aufgrund langjähriger erfolgreicher Zusammenarbeit sieht Reintjes den Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur als am geeignetsten an, qualifizierte Bewerbungen zu vermitteln, zumal er einen umfassenden Überblick über den Bewerbermarkt hat. Schliephack: „Auch Bewerber mit schwächeren Zeugnissen erhalten bei uns eine Chance, da wir öfter bei den Einstel-lungstests und später während der Ausbildung feststellen konnten, dass derartig gezielt ausgewählte Bewerber durchaus geeignet sind und eine Ausbildung als gute Facharbeiter erfolgreich abschließen. Wir haben mit dieser Vorgehensweise gute Erfahrungen machen können.“

Es kommt häufig vor, dass Lehrstellen nicht angetreten werden oder sich Unternehmen oder Schulabgänger noch spät zur Ausbildung entschließen. Außerdem gibt es noch unbesetzte Ausbildungsstellen und auch gute Bewerber auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle. Gerade zum Ausbildungsbeginn sei auf dem Ausbildungsstellenmarkt noch sehr viel in Bewegung, heißt es seitens der Arbeitsagentur.

Fazit: Es ist – für beide Seiten – noch nicht zu spät!



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