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Alternative zum „Haus der Wirtschaft“? Investor will für drei Millionen Euro seniorengerechte Wohnungen bauen

Noch eine Idee für den Wienerwald

HAMELN. Ein „Haus der Wirtschaft“ auf dem Gelände des ehemaligen Wienerwald-Restaurants – auf diese Nachnutzung des seit Jahren verwaisten Areals scheint es nun hinauszulaufen. Schließlich sitzt die Stadt bei dem Projekt mit der Kreishandwerkerschaft und dem Arbeitgeberverband (AdU) in einem Boot. Ob es realisiert wird, entscheidet der Hamelner Rat in seiner Sitzung am 24. August. Die ersten Reaktionen aus der Politik waren überwiegend positiv. Doch die einzige aktuelle Idee für den Wienerwald ist das „Haus der Wirtschaft“ nicht.

veröffentlicht am 12.06.2016 um 20:35 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:53 Uhr

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Autor:

Andreas Timphaus
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Ein Investor aus Hameln, der nicht öffentlich genannt werden möchte, will am Bürgergarten ein altengerechtes Wohnhaus errichten. Für 2,5 bis 3 Millionen Euro soll ein viergeschossiges, barrierefreies Gebäude mit 1200 Quadratmetern Wohnfläche entstehen. Eine Tiefgarage, vier Stellplätze im Außenbereich sowie ein „Café Wien“ im Erdgeschoss sind ebenfalls vorgesehen.

Architekten des Projekts sind Peter Spiegel und sein Sohn André. „Ich hatte schon länger den Gedanken: ‚Mensch, so ein Grundstück – da müsste man doch etwas machen.‘ Also habe ich mich im Februar über die Bauvorgaben informiert“, berichtet Peter Spiegel. Der 67 Jahre alte Hamelner kennt die 1949 errichtete Immobilie, in der lange Zeit das Café am Ring beheimatet war, sehr gut: „Das war früher eine Institution.“ Wie viele andere Hamelner auch empfindet er die Architektur des ehemaligen Wienerwald-Restaurants als sehr schön, meint aber: „Es lässt sich einfach nicht mehr wirtschaftlich betreiben.“

Ende März stellte er den ersten Entwurf im Rathaus vor. Nach dem Treffen, bei dem die Bauabteilung um Isabella Gifhorn, Michaela Klank und Harald Laskowski anwesend gewesen seien, sei er „mit einem sehr guten Gefühl“ nach Hause gegangen, berichtet Peter Spiegel. „Mir wurde gesagt, dass man nun zunächst abwarten müsse, was sich in Sachen Rathaus ergibt.“ Politisch wird derzeit über eine Sanierung oder einen Neubau des Verwaltungsgebäudes diskutiert – auch das Gelände am 164er Ring wird dabei in die Überlegungen einbezogen.

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  • Elf barrierefreie Wohnungen könnten am Bürgergarten entstehen (Ansicht von der Deisterallee). Entwürfe: Planungsbüro A. Spiegel

Als Peter Spiegel dann vor drei Wochen die Zeitung aufschlug und von den Plänen für ein „Haus der Wirtschaft“ erfuhr, fühlte er sich überrumpelt. Seitens der Stadt gab er zu diesem Zeitpunkt noch keine Rückmeldung. Erst zwei Wochen später erhielt Peter Spiegel einen Brief, in dem er informiert wurde.

Ob die Idee eines altengerechten Wohnhauses damit bereits aus dem Rennen ist und ob es noch weitere Interessenten für das Gelände gibt, die bisher nicht öffentlich gemacht wurden, konnte die Stadtverwaltung am Freitag aufgrund fehlender Ansprechpartner nicht beantworten.

Architekt André Spiegel begründet die Entscheidung, jetzt mit der Idee an die Öffentlichkeit zu gehen, wie folgt: „Wir wollen darstellen, dass es Alternativen gibt. Es klingt so, als ob schon alles klar ist und im Rathaus gedacht wird: ‚Bevor wir 20 Jahre eine Ruine an der Stelle haben, können wir da auch das Haus der Wirtschaft hinsetzen‘.“ Es sei die richtige Zeit, meint auch Peter Spiegel.

Elf Wohnungen mit Ausrichtung zum Bürgergarten sind in den Planungen vorgesehen. „Da besteht in Hameln ein großer Bedarf“, ist Peter Spiegel überzeugt. Selbstverständlich werde energetisch und ressourcenschonend gebaut. Das Gebäude soll aus zwei Teilen bestehen, die baulich miteinander verbunden sind. „Es ist kein kleines Haus, aber sonst lässt sich das nicht rechnen“, erklärt er und betont, dass es sich um einen ersten Entwurf handele. „Da ist noch nichts in Stein gemeißelt. Aber wir haben viel getüftelt und planungstechnisch könnte man das Gebäude so bauen.“



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