weather-image
20°

Noch ein Kreisel für Hameln?

HAMELN. Ist ein Kreisel an der Kreuzung Fahlte/Schillerstraße/Reimerdeskamp sinnvoll oder nicht? Die FDP im Rat der Stadt hat die Diskussion um einen Kreisverkehr nun durch einen Antrag wieder angestoßen. Ende März beschäftigt sich der Ausschuss für Umwelt, Nachhaltigkeit und Klimaschutz mit dem Thema.

veröffentlicht am 17.02.2017 um 15:33 Uhr
aktualisiert am 17.02.2017 um 21:10 Uhr

270_0900_33149_hm301_Kreisel_Dana_1802.jpg
Lars Lindhorst

Autor

Lars Lindhorst Reporter zur Autorenseite
Weiterlesen mit Ihrem Digital-Abonnement
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Der Kreisverkehr an dem vielbefahrenen Knotenpunkt in der Nordstadt ist schon seit längerem im Gespräch. Entschieden ist seither noch nichts. Jetzt nimmt die Diskussion um den Kreisverkehr wieder Fahrt auf. Die FDP im Rat der Stadt will, dass sich die Verwaltung eingehender mit dem Vorhaben auseinandersetzt und schon einmal die Kosten für den Kreiselbau ermittelt.

Hans Wilhelm Güsgen, Fraktionsvorsitzender der FDP, begründet den Antrag damit, dass die Kreuzung als innerstädtische Verbindung zwischen den Bundesstraßen 217 und 83 „immer mehr in Anspruch genommen“ werde. In Verbindung mit dem Schwerlastverkehr sei das „zum Teil unverträglich“, sagt er. Zwei Gründe sprechen deshalb aus Sicht der FDP für einen Kreisel. Erstens: Die Ampelschaltung führe zu langen Wartezeiten, auch nachts, weil die Ampel wegen der hohen Unfallzahlen an der Kreuzung 24 Stunden in Betrieb sein müsse. Insbesondere könne vom Reimerdeskamp aus in Richtung Holtensen während einer Grünphase bei Gegenverkehr oft nur ein Fahrzeug abbiegen. Zweitens: Der Verkehr aus Richtung Holtensen staue sich des Öfteren, weil es im engen Kreuzungsbereich keine eigene Abbiegespur in Richtung Reimerdeskamp gebe.

Von Baukosten in Höhe von bis zu einer Million Euro – abhängig vom Umfang des Bauvorhabens – sprechen Verkehrsexperten, wenn an vielbefahrenen Straßen ein Kreisverkehr eingerichtet werden soll. In diesem Fall könnte es etwas umfangreicher werden, ganz einfach wird der Kreisverkehr an der Fahlte nicht umzusetzen sein. Aus dem Hamelner Rathaus heißt es: Es habe bereits erste Überlegungen für einen Kreisel an der Kreuzung gegeben. Konkrete Pläne gebe es noch nicht, aber in nicht allzu weiter Ferne wolle die Verwaltung einen Verkehrsplaner hinzuziehen. Wahrscheinlich, so eine Stadtsprecherin, werde der Kreisel wohl „etwas größer“ ausfallen. Also nichts mit einem „Mini-Kreisel“, so wie er in Kürze an der Kreuzung Feuergraben/Gartenstraße entstehen soll.

Voraussichtlich reicht die Fläche des derzeitigen Kreuzungsbereichs nicht aus, um den Verkehr im Kreis zu lenken. Die FDP schlägt vor, einen Teil der Grünfläche an der Ecke Fahlte/Schillerstraße für den Kreiselbau mit einzubeziehen. Das Grundstück gehört zur Elisabeth-Selbert-Schule, die in der Thibautstraße angesiedelt ist. Eigentümer ist der Landkreis. Wenn die Schule dann auf das Gelände der ehemaligen Kaserne gezogen ist, könne die Grünfläche mitgenutzt werden. Aus dem Hamelner Rathaus heißt es dazu: „Diese Fläche müssten wir vom Landkreis noch erwerben.“ Doch das müsste die Stadt vielleicht ohnehin tun. Sie liebäugelt damit, auf dem entsprechenden Grundstück ein Baugebiet zu entwickeln – wenn die Elisabeth-Selbert-Schule denn irgendwann umgezogen ist.

Ob der Kreisverkehr an Fahlte, Schillerstraße und Reimerdeskamp nicht nur verkehrstechnisch, sondern auch wirtschaftlich günstig ist, soll die Stadtverwaltung nun erst einmal ermitteln, fordert Güsgen. Dazu muss die Politik ihr Okay geben. Beraten wird das Thema zunächst Ende März im Ausschuss für Umwelt, Nachhaltigkeit und Klimaschutz.

Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare