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Kita in der Domeierstraße wird aufwendig saniert / Brandursache war technischer Defekt

Noch ein Jahr Übergangslösung

Hameln. „Wann ziehen wir denn wieder um?“ Die Stimme von Rike Boedecker, Elternvertreterin der Kita an der Domeierstraße, klingt bittend, als sie im Ausschuss, der auch für Kindertagesstätten zuständig ist, die Verwaltung auffordert, doch mal einen konkreten Termin zu nennen. Die Kita in der Domeierstraße, eine der größten Einrichtungen der Stadt, war Ende März ausgebrannt. Die Betreuer mussten mit 36 Kindern vorübergehend in die Kurie Jerusalem einziehen. Doch dass aus Provisorien schnell Dauerzustände werden, ist bekannt. Doch die Verwaltung versichert, dass die Unterbringung in der Alten Marktstraße „kein Dauerzustand“ sei. Und es gibt nun einen zeitlichen Plan: Im Herbst soll mit dem Umbau des alten Domizils begonnen werden – zum nächsten Kindergartenjahr soll alles fertig sein.

veröffentlicht am 17.09.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 12:41 Uhr

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Autor:

VON ANDREA TIEDEMANN UND ULRICH BEHMANN
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„Wir stellen uns darauf ein, dass wir mehrere Monate lang nicht zurück in unsere Kita können“, hatte Kita-Leiterin Heinrichs kurz nach dem Brand gesagt. Dass es nun nicht um Monate, sondern um mehr als ein Jahr geht, fordert ihr und vor allen den Kindern noch mehr Geduld ab. „Aber wir freuen uns“, sagt Heinrichs. Und die ungewohnte Situation führe dazu, dass die Erzieher nun ganz anders planen als üblich. „Wir sind viel unterwegs“, sagt Heinrichs – in der Innenstadt erkunde man, was es zu erkunden gebe. Zum einen, um den Kindern Auslauf und Raum zu geben, zum anderen, um Lärm im Gebäude zu reduzieren.

Um sich die Übergangszeit so gut wie möglich zu gestalten, hatte Boedecker auf eigene Faust bei heimischen Unternehmen Spielsachen-Spenden eingeworben. Auch die Kita der Eugen-Reintjes-Stiftung, die „Altstadtmäuse“ und die Kita Rohrsen/Hilligsfeld schenkten Spielzeug, Buntstifte und Möbel an die Kurie. Auch Teppichböden und Stellwände sind mittlerweile da. „Es läuft so“, sagt Heinrichs, „zwar auf beengtem Raum, aber wir sind gut eingerichtet“.

Die Sanierung der Kita in der Domeierstraße wird nun umfassender als gedacht – der nach Norden gelegene Innenhof wird überbaut. Ein neuer Essensraum mit einer „richtigen Kinderküche“, ein Raum für Gespräche mit Eltern und Therapeuten oder Einzelförderungen sowie ein Personalraum sollen entstehen. Allerdings, so lässt die Verwaltung wissen, beschränkt sich die Erweiterung „auf ein notwendiges Minimum“. Und es bleiben Einschränkungen: Mittagessen zum Beispiel können die kleinen Kita-Besucher nur gruppenweise einnehmen. Doch wo man schon einmal dabei ist, soll mit dem Bau auch gleich noch die neue Energiesparverordnung umgesetzt werden.

Für den Brandschaden zahlt die Versicherung 340 000 Euro. Rund 200 000 Euro kommen für die Erweiterungsbauten noch einmal von der Stadt dazu. Aufgebracht wird das Geld zum einen dadurch, dass die geplante Maßnahme „Fluchttreppenturm“ beim Schiller-Gymnasium von 2014 auf 2015 verschoben wird – man wolle ohnehin erst die Vorlage des Brandschutzkonzeptes in 2015 abwarten. Auf diese Weise werden im Haushaltsjahr 2014 110 000 Euro frei. Das restliche Geld wird im Hauhaltsjahr 2015 bereitgestellt.

Die Ursache des Brandes ist mittlerweile bekannt: Das Feuer ist durch einen technischen Defekt ausgelöst worden. Zu diesem Schluss sind die Brandursachen-Ermittler des Zentralen Kriminaldienstes nach Auswertung aller Spuren gekommen. Die Experten vermuten, dass es im Büro zu einem Kabelbrand in einer Steckdosenleiste oder in einem Kabelkanal gekommen ist. Von dort breiteten sich die Flammen aus. Verletzt wurden zum Glück niemand.

Am 27.3.2014 besuchte die Dewezet die Kinder in ihren übergangsweise neuen Räumen.Wal



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