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Rattenfängerstadt richtet Tagung erstmals aus / Thema wird noch gesucht

Niedersächsischer Integrationsrat tagt in Hameln

HAMELN. Der Niedersächsische Integrationsrat wird im März 2019 erstmals in Hameln tagen. Dafür hat sich der Migrationsrat Hameln-Pyrmont eingesetzt. Die Tagung, bei der um die 100 Teilnehmer erwartet werden, wird am ersten Märzwochenende stattfinden.

veröffentlicht am 14.05.2018 um 12:08 Uhr

Symbolfoto: pixabay
Philipp Killmann

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Philipp Killmann Reporter zur Autorenseite
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Nachdem der Niedersächsische Integrationsrat (NIR) in der Vergangenheit in einzelnen Städten sogar schon mehrmals tagte, sei es nun an der Zeit, die Plenarsitzung auch mal in Hameln stattfinden lassen, so die einhellige Meinung in der letzten Sitzung des Migrationsrats. Vor vier Jahren hatte der NIR einmal in Hamelns Nachbarstadt Bad Pyrmont getagt – damals auf Einladung des örtlichen Integrationsrates, über den die Stadt Bad Pyrmont verfügt. Die Rattenfängerstadt hat keinen eigenen Integrationsrat. Der zur Kreisverwaltung gehörige Migrationsrat vertritt die Interessen der Migranten auf Kreisebene.

Der NIR in Hameln soll am Samstag, 2. März, und am Sonntag, 3. März, voraussichtlich im Kreishaus stattfinden. Der erste Veranstaltungstag ist öffentlich. Teilnehmer wie Besucher werden die Möglichkeit haben, Vorträge anzuhören oder bei Workshops mitzumachen. Am zweiten Veranstaltungstag kommen die Teilnehmer dann in einem nicht öffentlichen Rahmen zusammen.

Bis zur nächsten Sitzung des Migrationsrats am 15. August soll nun ein Thema gefunden werden, das beim NIR im Mittelpunkt stehen wird. Bei der letzten NIR-Tagung im März in Hildesheim war es etwa um die politische Partizipation von Menschen mit Migrationsgeschichte gegangen.

Schon jetzt einigte sich der Migrationsrat darauf, den Teilnehmern auch jenseits der Tagung etwas bieten zu wollen, etwa eine Stadtführung mit dem Rattenfänger. So könnten die Teilnehmer auch einen Bezug zu der NIR ausrichtenden Stadt bekommen, was in der Vergangenheit meist zu kurz gekommen sei. „Bildung und Unterhaltung“ war dabei das Schlagwort in der Sitzung.

Landrat Tjark Bartels steht hinter dem Vorhaben des Migrationsrats, den NIR nach Hameln zu holen. Der Landkreis betreibt dem Verwaltungschef zufolge gemeinsam mit dem Migrationsrat und vielen ehrenamtlichen Helfern sehr engagiert Migrationsarbeit. „Die Zusammenarbeit im Niedersächsischen Integrationsrat ist dabei eine wichtige Institution zum Erfahrungsaustausch und zur Vertretung der Interessen auf der niedersächsischen Landesebene“, so Bartels gegenüber der Dewezet. „Ich freue mich daher auf ein Wochenende voller Impulsreferate, Workshops und Diskussionen.“

Der 1984 gegründete Niedersächsische Integrationsrat setzt sich aus Vertretern der Integrations- beziehungsweise Migrationsgremien der Kommunen zusammen. Der Migrationsrat Hameln-Pyrmont wird im NIR durch den Vorsitzenden Ahmet Özcan und die stellvertretende Vorsitzende Bernadeta Klüter vertreten.

Der NIR ist das Vertretungsorgan der zugewanderten Bevölkerung Niedersachsens auf Landesebene. Selbsterklärtes Ziel des Gremiums ist die politische, rechtliche und gesellschaftliche Gleichstellung von deutschen Staatsangehörigen und allen nationalen und ethnischen Minderheiten, deren Angehörige ihren Lebensmittelpunkt in Deutschland haben.

Der NIR versteht sich als „legitimierter Gesprächspartner gegenüber dem Landtag, der Landesregierung, allen relevanten Organisationen auf Landesebene sowie ähnlichen Gremien in anderen Bundesländern“.

Die Kosten, die im Rahmen der Tagung für Catering und Übernachtungen der Teilnehmer anfallen, werden vom NIR getragen. Der Kreis habe für den Veranstaltungsort und etwaige Arbeitsmaterialien aufzukommen.



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