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Bürger zur Mithilfe aufgerufen

Niedersachsen lässt Tiere kostenlos kastrieren

HAMELN. Das Problem bereitet Tierschützern auch in Hameln Sorge: Die Zahl wilder Hauskatzen steigt. Das niedersächsische Agrarministerium will nun gegensteuern und begegnet dem wachsenden Katzenelend mit einer landesweiten Aktion zur Kastrierung. Die Stadt Hameln ruft die Bürger nun dazu auf, sich an der Aktion zu beteiligen.

veröffentlicht am 26.01.2018 um 11:10 Uhr
aktualisiert am 26.01.2018 um 19:10 Uhr

Bis zu 2600 wildlebende Katzen sollen nach dem Willen des Ministeriums zwischen dem 15. Januar und dem 15. März kastriert werden – dafür stellt es 200000 Euro zur Verfügung. Wie die vielen Katzen in der kurzen Zeit eingefangen und zum Tierarzt gebracht werden sollen, war bisher nicht ganz klar. Nur Tierschutzvereine, Tierheime und Personen, die erwiesenermaßen eine Fütterungsstelle für wilde Katzen betreuen, dürften die Tiere nämlich zur Kastration zum Tierarzt bringen, damit diesem die Kosten erstattet werden können, hieß es bisher.

Die Stadt Hameln teilt nun mit, dass sich jeder Bürger beteiligen und die Tiere zum Tierarzt bringen könne: „Wer Katzen kennt, die ihr Leben ohne Herrchen oder Frauchen meistern müssen und helfen möchte, sollte einen Termin mit einer Tierarztpraxis eigener Wahl vereinbaren, die Katzen einfangen und in die Praxis bringen. Kosten entstehen nicht, Tierschützer müssen sich dort lediglich ausweisen“, heißt es in einem Appell der Stadt Hameln. Die Tierarztpraxis übernimmt laut Aussage aus dem Rathaus die gesamte Abrechnung. Nach der Operation müssen die Tiere wieder abgeholt und an ihren angestammten Ort gebracht werden.

„Die Kastration von Katzen und Katern mit Freigang ist das einzig wirksame Mittel, um die unkontrollierte Vermehrung und das damit einhergehende wachsende Elend freilebender Tiere zu verringern“, sagt die Landesbeauftragte für den Tierschutz, Michaela Dämmrich. Wildlebende Katzen seien oftmals durch fehlende regelmäßige und ausgewogene Fütterung und Pflege in einem schlechten Gesundheits- und Ernährungszustand, so Dämmrich. Deswegen seien kontrollierte Futterstellen für diese Tiere lebensnotwendig. Oft litten die Tiere unter Parasiten sowie an Verletzungen. „Infektionskrankheiten können sich besonders gut ausbreiten, somit sind auch Freigängerkatzen aus Katzenhaushalten gefährdet“, warnt Dämmrich.

Wer Unterstützung benötigt, kann sich an das Tierheim in Hameln wenden (Telefonnummer 05151/61550). Dort werden auch Fallen für das Einfangen der Tiere verliehen.



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