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Wohnprojekt der Walkemühle: Initiatoren reichen Bauantrag ein / Entscheidungen werden „im Konsens“ getroffen

Nichts für Ungeduldige

Hameln. Wer hier einziehen möchte, sollte zumindest eins nicht sein: ungeduldig. Denn wer Mieter im neuen Wohnprojekt in der Walkemühle werden möchte, ist gleichzeitig auch Miteigentümer. Und: Alle Entscheidungen, die hier getroffen werden müssen, werden idealerweise im Konsens entschieden. „Abstimmungen versuchen wir zu vermeiden“, sagt Sven Kornfeld, einer der Geschäftsführer der Walke GmbH, die das Projekt stemmt. Der Sinn dahinter: Man wolle nicht immer eine Minderheit haben, die mit den Entscheidungen unzufrieden ist. „Das dauert dann vielleicht einmal etwas länger.“ Der Vorteil: Mieter bekommen Mitspracherecht und können ihr Gebäude so gestalten, wie es ihnen gefällt. Außerdem besteht keine Abhängigkeit zu einem Vermieter. Am Montag war es nun endlich so weit: Die Initiatoren des Projektes, die das alte Gebäude sanieren und zum Teil barrierefrei umgestalten wollen, reichten den Bauantrag bei der Stadt ein. Später als geplant – vor allem die Brandschutzpläne seien doch aufwendiger gewesen als gedacht, berichtet Kornfeld. Vorausgegangen waren mehrere Gespräche mit Banken, um die Investitionssumme von rund 600 000 Euro zu sichern. Und passend zum Projekt, das einen sozialen und ökologischen Anstrich trägt, wurde die GLS-Bank, die sich „sozial-ökologische Universalbank“ nennt und auf ähnliche Projekte spezialisiert ist, als Kreditgeber gewonnen. Das Projekt wird nun zum Teil über einen normalen Bankkredit, zum Teil über einen nationalen Förder-Kredit der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) finanziert. Sollte das Vorhaben genehmigt werden, geht es mit dem Bauen richtig los – bis zu zwei Jahre soll die Umsetzung dauern.

veröffentlicht am 11.08.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 19:21 Uhr

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Doch: Wer wird in die WG-ähnlichen Wohnungen am Ende einziehen? Bis zu 24 Menschen sollen am Ende dort wohnen können, konkret gebe es „zehn bis 15“ Interessenten. Vom „Hartz-IV-Empfänger“ bis zum „Vermögenden“, wie Kornfeld erklärt, zwischen 18 und 60 Jahren etwa und mit einem leichten Männer-Überhang. Letztlich aber ist es aber vor allem die „Freiraum-Gemeinde“. Anders als bislang geplant, sollen jetzt auch beide Gebäudeteile gleichzeitig saniert werden. Neben einer Rampe für Rollstuhlfahrer sind dicke Türen, die die Lärmbelastung für Nachbarn reduzieren sollen, geplant.ant

Geschafft – Daniel Bredemeyer vom Walke-Projekt zeigt die Unterlagen für den Bauantrag, der gestern eingereicht wurde.Dana



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