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Politik fordert Informationen über Jugendzentrum „Regenbogen“ und Kinderhaus „Mittelpunkt“

„Nicht schließen – aber genau hingucken“

Hameln (bha). Der Zeitpunkt, um die Kinder- und Jugendarbeit der Stadt auf den Prüfstand zu stellen, könnte aus Sicht des Regenbogens kaum ungünstiger sein. Das Jugendzentrum an der Erichstraße will in diesem Jahr seinen 25. Geburtstag feiern und hat sich dafür gerade herausgeputzt. „Alles frisch“ prangt auf den Plakaten, die zur Wiedereröffnung einladen, frisch sind die Farben, das Popcorn, das Raumkonzept. Was aber fehlt und weder mit Pinseln noch mit hochgekrempelten Ärmeln zu erreichen ist, ist ein Konzept, aus dem hervorgeht, welche Wege die Stadt Hameln künftig mit dem Regenbogen beschreiten will.

veröffentlicht am 23.01.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 07.11.2016 um 03:41 Uhr

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Der Mehrheitsgruppe aus CDU, Grünen und Unabhängigen ist „kein Konzept“ eines zu wenig und will überhaupt erst einmal über den Ist-Zustand der Jugendarbeit informiert werden. Ein entsprechender Antrag ist in Arbeit und soll in Kürze bei der Verwaltung eingereicht werden, erklärte die stellvertretende Gruppensprecherin Ursula Wehrmann (Grüne) auf Anfrage.

Die Politik kann sich auf Basis ihres Kenntnisstands kein Bild von der Notwendigkeit des Jugendzentrums Regenbogens und dem Kinderhaus „Mittelpunkt“ in der Kurie machen, beschreibt Wehrmann das eigene Nicht-Wissen. Und darum könne auch keiner beurteilen, welche Angebote der Häuser tatsächlich und in welchem Maße angenommen werden und ob sie demnach notwendig sind. Beim ersten Durchsehen des Haushaltsentwurfs 2012 sei ihr der Posten „Küche“ für den Regenbogen ins Auge gefallen; dahinter die Summe: 30 000 Euro. „Für eine Großküche ist das nicht viel“, sagt Wehrmann, aber es müsse zunächst ein Gesamtbild her, um die Ausgaben beurteilen zu können. Wie viel überhaupt im neu strukturierten Fachbereich 3 unter der Dezernentin Gaby Willamowius insbesondere für Jugendarbeit ausgegeben wird, ist offenbar nicht bekannt. In der kommenden Woche will Willamowius den Ratsherren und -frauen präsentieren, welche neuen Strukturen unter ihrer Ägide geschaffen wurden.

Viel hat sich in 25 Jahren im Regenbogen geändert. Personal kam und ging, vor allem zwischen 2010 und 2011 gab es eine hohe Fluktuation. Schwerpunkte verschoben sich, nicht zuletzt, weil sich der Zeitraum, in dem Jugendliche überhaupt noch Zeit haben durch Schule stark verkürzt hat. Bernd Himler, jahrelang Leiter des Regenbogens und jetzt im FiZ, deutet gegenüber der Dewezet bereits an, dass intensivere Kooperationen mit Schulen angestrebt werden. „Schulen können nicht alles leisten“, sagt der Sozialpädagoge, der von Nutzen und Notwendigkeit des Regenbogens auch ein Vierteljahrhundert nach seiner Gründung überzeugt ist. Und auch, wenn sich das Freizeitangebot für Jugendliche seit 1987 stark erweitert hat und der Regenbogen somit seine Nische finden muss.

Wehrmann und ihre politischen Mitstreiter wollen jetzt Klarheit: „Wir wollen wissen, wer die bisherige Zielgruppe war, wer die künftige ist, wie die Personalausstattung aussieht, wie hoch die Aufwendungen sind für Gebäude, Sachkosten und Projekte.“ Eine Besucherstatistik ist gewünscht, ein Überblick über durchgeführte Veranstaltungen und darüber, welchen Kostendeckungsbeitrag beispielsweise Eintrittskarten erzielt haben.

Die Grundsatzfrage, ob die Einrichtungen überhaupt notwendig sind, stellt sich nicht, wie Wehrmann betont: „Kinder und Jugendliche sind uns wichtig.“ Vor allem vor dem Hintergrund „Integration“ wünsche sie sich, dass eben darauf der Fokus gelegt werde. „Nicht schließen“, sagt Wehrmann über die Einrichtungen, „aber genau hingucken!“ Dazu gehört auch die Vorstellung der Neuausrichtung des Fachbereichs 3 „Bildung, Familie und Kultur“ durch die Derzentin Gaby Willamowius in der kommenden Woche.

Feiert in diesem Jahr seinen 25. Geburtstag: Das Kultur- und Kommunikationszentrum an der Erichstraße.

Foto: Dana



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