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In Afferde kündigt sich Widerstand gegen Gewerbegebiet an / Spedition will größere Fläche

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AFFERDE. „Es wird Unterschriftenlisten geben“, kündigt Afferdes Ortsbürgermeister Björn Lönnecker schon mal vorsorglich an. Ganz ohne Widerspruch wird die Stadt Hameln demnach wohl kein größeres Gewerbegebiet am Langen Feld in Afferde durchsetzen können. Die Planungen stehen noch am Anfang. Gerade hat der zuständige Fachausschuss der sogenannten „frühzeitigen Beteiligung“ für die Erweiterung des Areals (wir berichteten) zugestimmt.

veröffentlicht am 01.06.2017 um 17:01 Uhr

Das Gewerbegebiet „Langes Feld“ soll wachsen. Über diese Straße soll ein Teil des neuen Gebiets erschlossen werden. In Afferde stößt das auf Widerstand. Foto: Wal
Lars Lindhorst

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Lars Lindhorst Reporter zur Autorenseite
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Grundsätzlich, ergänzte Lönnecker im Ausschuss, habe zumindest der Afferder Ortsrat nichts dagegen, wenn das schon bestehende Gebiet „Langes Feld“ entlang der Hastenbecker Landstraße um gut 12 Hektar erweitert wird. Doch am liebesten sehen die Afferder die städtischen Pläne auch an ein paar Bedingungen geknüpft.

Konkret wenden sich die kommenden Unterschriften gegen eine Zufahrt zum neuerschlossenen Gewerbegebiet aus Richtung Breslauer Straße. Zu nah am Wohngebiet, heißt es laut Lönnecker. Auch die Stadtverwaltung bestätigt, dass sich bereits erste Anwohner im Rathaus gemeldet haben. Von hier aus soll eine Stichstraße das künftige Gewerbegebiet erschließen; Anwohner fürchteten um erhöhte Verkehrsbelastung. Eine zweite Erschließungsstraße soll über die Hastenbecker Landstraße gebaut werden. Hierüber sollen die größeren Gewerbegrundstücke erreicht werden. Nach bisherigen Planungen haben die beiden Erschließungsstraßen keine Verbindung.

Über die Hastenbecker Landstraße werde dann auch die Hamelner Spedition, die bereits ihr Interesse angemeldet hat, ihr Grundstück anfahren. Nach Angaben von Stadtbaurat Hermann Aden planen die Logistiker sogar größer als bisher angenommen. Zunächst war von gut 20 000 Quadratmetern Speditionsgrundstück die Rede. Nun dreht es sich laut Aden um bis zu 35 000 Quadratmeter. Für die Anwohner der nordöstlich gelegenen Breslauer Straße solle das keine erheblichen Auswirkungen mit sich bringen. Denn hier solle sich ohnehin „kleinteiligeres Gewerbe“ ansiedeln; die Verwaltung hält das Gebiet eher als „Reservefläche“ vor, wie es Aden ausdrückte.

Dennoch: Für Ortsbürgermeister Lönnecker ist die sinnvollste Lösung nur eine einzige Zufahrt zum neuen Gewerbegebiet – über die Hastenbecker Landstraße. Außerdem bringt er im Zuge der Planungen auch einen Dorfplatz ins Spiel, den sich die Afferder schon lange wünschten. Dieser könne im Bereich des Sportplatzes angelegt werden. Auch einen Ausbau oder gar Neubau des Kindergartens hat sich Lönnecker in der Ausschusssitzung stark gemacht. Der sei notwendig, wenn das neue Gewerbegebiet Zuzüge nach Afferde ergebe.

Die Planungen sind noch am Anfang; es ist absehbar, dass es noch Diskussionen geben wird. Aus Reihen der Anwohner ist zu hören, dass sie ihrem Ärger auf jeden Fall in der Ortsratssitzung am 15. Juni Luft machen wollen.

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