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Hameln will nicht Standort des vierten Aufnahmelagers im Lande werden

Nicht für Asylbewerber

Hameln. Wird Hameln Niedersachsens vierter Standort eines zentralen Aufnahmelagers für Asylbewerber? Diese Frage ist aufgekommen, nachdem Innenminister Boris Pistorius angekündigt hat, wegen des Flüchtlingsansturms die Kapazitäten entsprechend zu erweitern. In Braunschweig, Friedland und Bramsche müssen die ankommenden Asylbewerber seit Wochen teilweise in Turnhallen oder Zelten schlafen – in Hameln hingegen stehen mit dem Abzug der britischen Armee Kasernen- und Wohngebäude leer. Angesichts des nahenden Winters sucht eine „Ad-hoc-Gruppe“ des Innenministeriums „mit Nachdruck“ nach einer Lösung, bestätigt ein Sprecher. Ob auch Hameln in Erwägung gezogen wird, dazu wollte er sich gestern nicht äußern: „Die in Betracht kommenden Liegenschaften sollen erst bekanntgegeben werden, wenn hierüber grundsätzliches Einvernehmen mit den betroffenen Standortkommunen und den Eigentümern erzielt wurde.“ Die Gespräche seien aber vielversprechend. Es sei davon auszugehen, „dass die erweiterten Kapazitäten schon sehr bald zur Verfügung stehen werden“. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) bestätigte gestern Abend auf Dewezet-Nachfrage: „Uns liegt eine Anfrage des Landes Niedersachsen für die ehemalige Linsingen-Kaserne zur Unterbringung von Flüchtlingen vor.“

veröffentlicht am 23.09.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:08 Uhr

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Marc Fisser

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Im Rathaus haben die Mitarbeiter bislang kein Signal aus Hannover erhalten, dass die Weserstadt eventuell die Funktion der zentralen Asylbewerber-Aufnahme übernehmen soll. „Der Konversionsprozess ist schon so weit fortgeschritten, dass dann die Nutzungskonzepte der Stadt für das Kasernengelände zerschossen würden“, heißt es. Herford, das sich nach dem Briten-Abzug in ähnlicher Lage befindet, hat soeben eine Überraschung erlebt: Quasi über Nacht wurden dort 350 Asylbewerber, die im Lager Unna untergebracht waren, in vier von der Bima verwalteten Gebäuden einquartiert – ohne Vorabinformation an die Stadt.

Die Linsingen-Kaserne sollte nach Ansicht der Stadtverwaltung kein Aufnahmelager für Asylbewerber werden.

Dana



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