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Neustart der Metropolregion: Wird jetzt alles gut?

veröffentlicht am 18.05.2011 um 17:09 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:35 Uhr

Von Jobst Christian Höche

Hameln. Paris. Rom. Berlin, Hameln. Als Teil der „Metropolregion Hannover, Braunschweig, Göttingen, Wolfsburg“ kann sich Hameln jetzt zumindest auf dem Papier zu den ganz Großen zählen.

Um gegenüber Boomregionen und großen Städten in Deutschland und Europa nicht in Vergessenheit zu geraten, wurde die Metropolregion gegründet. 2005 ins Leben gerufen, ist die das Projekt bereits einmal mangels Beteiligung gescheitert. Als GmbH neu aufgestellt, soll es nun vorangehen mit der Region.

Der Zusammenschluss soll der kommunalen und regionalen Zusammenarbeit eine neue Plattform bieten. Insgesamt 48 Städte und Kommunen gehören der Metropolregion aktuell an. Erstes Projekt: In der gesamten Region soll die Energie bis 2050 nur noch aus regenerativen Quellen bezogen werden. Außerdem soll die E-Mobilität, also die Entwicklung und der Vertrieb von Elektroautos, vorangetrieben werden. Wie diese ambitionierten Ziele umgesetzt werden sollen, ist bisher noch unklar. Eine Absichtserklärung zur Ökoenergie wurde gestern verabschiedet.

Die bürokratische Struktur der Metropolregion ähnelt in ihrer Komplexität der der Europäischen Union. Wirtschaft, Wissenschaft und Kommunen, die jeweils in Form eines eigenständigen Vereins auftreten, bilden die Grundpfeiler des Konstrukts. Der Pfeiler der Kommunen ist wiederum in verschiedene Untergruppen unterteilt. Hameln gehört hier zur im vergangenen Jahr gegründeten, „erweiterten Region Hannover“. Ein parlamentarischer Beirat berät Geschäftsführung und Aufsichtrat bei der strategischen Ausrichtung, während die Metropolversammlung einmal jährlich neue Ideen entwickelt.

Ob die Neuauflage der Metropolregion Innovationen und Verbesserungen für Hameln und die anderen Städte und hervorbringt, wird maßgeblich davon abhängen, wie sehr die bürokratischen Strukturenden Fluss frischer Ideen verlangsamen und Entscheidungen verkomplizieren. Auf der Ebene der erweiterten Region Hannover wird momentan an der Ausweitung des Hannoveraner Großraumtarifs für den öffentlichen Verkehr gearbeitet. Hier soll auch Hameln profitieren.



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