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Ich zeig dir meine Stadt

Neues Integrationsprojekt wurde gut angenommen

HAMELN. Sie kommen aus Syrien, Afghanistan, Eritrea, Irak und Marokko und wohnen jetzt im Landkreis Hameln-Pyrmont: 17 junge Flüchtlinge, die am Projekt Talent-Campus 18plus „Ich zeig dir meine Stadt“ teilgenommen haben. An 20 Unterrichtstagen stand für die jungen Menschen neben der Förderung der Deutschkenntnisse durch Dozenten der VHS auch ein freies kulturelles Angebot – organisiert von Mitarbeitern des Kulturzentrums Regenbogen und des Kirchenprojekts „Fuß fassen“ – auf dem Stundenplan.

veröffentlicht am 29.01.2017 um 19:08 Uhr

Teilnehmer mit persönlich gestaltetem Stadt-Modell. Foto: Dana

Dieser Unterrichtsbaustein hat die sozialräumliche und kulturelle Erkundung der Stadt mit Wünschen und Vorstellungen der Projektteilnehmer für ihre Zukunft verknüpft.

Die 18- bis 26-Jährigen haben heimische kulturelle Einrichtungen wie das Museum, das Theater und auch den lokalen Radiosender „Radio Aktiv“ besucht, an einer Präventionsrallye mit der Polizei Hameln/Holzminden teilgenommen sowie einen „eigenen“ Stadtplan von Hameln erarbeitet und ein Modell der Stadt nachgebaut – so, wie sie Hameln erleben.

Besonderes Lob gab es von David Bartsch vom Kirchenkreis Hameln-Pyrmont, für „das große Engagement anlässlich eines gemeinsamen Foto-Projektes. Alle waren begeistert bei der Sache und hatten trotz Verständigungsschwierigkeiten großen Spaß“.

Mit diesem vierwöchigen integrativen Projekt wurde den jungen Menschen ermöglicht, sich aktiv und kreativ ihre neue Heimat zu erschließen und zugleich eigene Ideen und Wünsche herauszufinden und einzubringen. Ziel von „Ich zeig dir meine Stadt“ ist zudem die Schaffung von Brücken für weitere Bildungswege der Teilnehmer: Sie sollen Verbindlichkeiten und Strukturen kennenlernen, die sie auf Anschluss-Projekte vorbereiten. „Und das ist für einige der Teilnehmer auch bereits geglückt“, erklärt Isabell Petter von der VHS. „Es ist außerordentlich wichtig, dass die Sprachlernketten nicht unterbrochen werden und durch den Erwerb der deutschen Sprache eine schnelle Integration in unseren Ausbildungs- und Arbeitsmarkt, und somit ein selbstverantwortliches, unabhängiges Leben in Deutschland ermöglicht wird“, betont Brigitte Strecker, Bildungskoordinatorin für Neuzuwanderung beim Landkreis Hameln-Pyrmont.

Den Abschluss dieses erstmaligen Integrations-Projektes bildete in dieser Woche eine gemeinsame Abschlussveranstaltung, auf der die Teilnehmer ihre Arbeiten präsentierten und ein Zertifikat entgegennehmen durften. „Es freut mich, dass für dieses Projekt viele kompetente und engagierte Akteure vernetzt werden konnten und dank der Unterstützung des Jobcenters und des Teams Flüchtlingssozialarbeit in kurzer Zeit Teilnehmer gefunden waren“, hebt Strecker hervor.red



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