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Neues Blockheizkraftwerk für 163 HWG-Wohungen

veröffentlicht am 28.08.2012 um 15:43 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:33 Uhr

Startschuss für die neue Anlage: Helmut Feldkötter (GWS) mit Lars Steding (AME-Technik), Christian Mattern (HWG) und Markus Möller (auch AME-Technik, v.li.)

Hameln (red). Die Stadtwerke Hameln nehmen ein Blockheizkraftwerk für 163 HWG-Wohneinheiten in Betrieb. .Kleinere Erzeugungsanlagen werden nach Ansicht des Unternehmens in Zukunft eine immer wichtigere Rolle übernehmen.

„Genauso wie die Nutzung regenerativer Energiequellen ist die dezentrale Erzeugung von Energie direkt vor Ort ein wichtiger Baustein dieser Energiewende“, sagt dazu Helmut Feldkötter, technischer Leiter der Stadtwerke Hameln. Feldkötter setzt besonders auf die Kraft-Wärme-Kopplung: „Die deutsche Energieagentur hat berechnet, dass mehr als die Hälfte des Strombedarfs dezentral produziert werden könnte, wenn alle deutschen Haushalte mit Blockheizkraftwerk-Technik ausgestattet wären. Und nach den Plänen der Bundesregierung sollen KWK-Anlagen 2020 rund 25 Prozent des Strombedarfs in Deutschland decken.“

Jüngstes Projekt: In der Heizzentrale Heinestraße 31 der Hamelner Wohnungsbau-Gesellschaft mbH (HWG) ist ein neues Blockheizkraftwerk (BHKW) für 163 Wohneinheiten in Betrieb genommen. Ein solches Kleinkraftwerk funktioniert auf Basis der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) – der gleichzeitigen Erzeugung von Wärme und Strom.

Doch im Blockheizkraftwerk wird nicht nur Strom erzeugt: Die Wärme, die im Verbrennungsmotor entsteht, wird zusammen mit der Wärme des Abgases zum Heizen verwendet. Karl-Michael Wiehe, Leiter Gas- und Wasserversorgung bei den Stadtwerken Hameln, kennt den Vorteil: „Diese Anlagen erzielen eine hohe Energieeffizienz. 90 bis 95 Prozent der eingesetzten Energien werden verwertet. Zum Vergleich: Bei den großen Kraftwerken sind es nur 34 Prozent.“

Der gesamte Wärmebedarf der Immobilie liegt bei 1,9 Millionen kWh pro Jahr. Rund 42 Prozent des gesamten Wärmebedarfs der Immobilie in der Heinestraße werden durch das neue Heizkraftwerk getragen.

HWG-Geschäftsführer Christian Mattern zeigt sich zufrieden angesichts der überaus guten Werte aus der ersten Betriebsphase: „Die Wärme wird nicht teurer sein als die aus der bestehenden Kesselanlage. Außerdem hat die Wärmeerzeugung mit der hocheffizienten Technologie der Kraft-Wärme-Kopplung auch positive Auswirkungen auf den Gebäudeenergieausweis. Diese bedeutet eine energetische Verbesserung der Wohnungen ohne Mehrkosten“, so Mattern.

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