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Kosten von 200 000 Euro / Jährlich fallen rund 220 Tonnen Müll für die Abfallverwertung an

Neuer Rechen für effektive Reinigung in der Kläranlage

Hameln (red). Die Hamelner Kläranlage hat einen neuen Großrechen bekommen. Die beiden 20 Jahre alten Siebbandumlaufrechen und Rechengutpressen der mechanischen Vorreinigung waren defekt und wurden zuletzt notdürftig betriebsbereit gehalten. Eine Reparatur war unwirtschaftlich, da die zu erwartenden Kosten den Restwert der Anlage weit überschritten hätten.

veröffentlicht am 04.11.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 07.11.2016 um 17:21 Uhr

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Die Rechen haben aufgrund ihres hohen Betriebsalters seit längerer Zeit nicht mehr effektiv gearbeitet und zu wenig der Feststoffe zurückgehalten. Dadurch kam es zu Schäden an den Pumpen. Diese mussten dann mit hohem Personal- und Materialaufwand wieder instand gesetzt werden.

Aus diesen Gründen wurde entschieden, eine neue Doppelrechenanlage anzuschaffen.

Die neuen Siebbandumlaufrechen filtern aus dem ankommenden Abwasser alle vom Siebband zurückgehaltenen Feststoffe heraus. Dies sind zumeist Essensreste, schwer zerreißbare Hygienetücher, Schutzfolien von Hygieneartikeln, alle Arten von Papier und andere Feststoffe. Diese Feststoffe werden durch die Umlaufrechenmechanik aus dem Siebband über den Querförderer in die Rechengutwaschpresse gefördert. Hier werden aus dem Rechengut die auswaschbaren Stoffe herausgewaschen. Im selben Arbeitsgang wird das Rechengut ausgepresst. Das Wasch- und Presswasser wird hinter der Rechenanlage wieder in den Kläranlagenzulauf gegeben. Das aufbereitete Rechengut wird dann mit dem Rechengutförderer in die Containerhalle gefördert und in Entsorgungscontainer abgeworfen.

Auf der Hamelner Kläranlage fallen jährlich rund 220 Tonnen Rechengut an, die durch einen Abfallverwertungsbetrieb entsorgt werden. Für die Demontage der alten Doppelrechenanlage und Montage der neuen Maschinenteile musste die Dachfläche des Rechengebäudes geöffnet werden. Über die Dachöffnung wurden die bis zu zwei Tonnen schweren alten Maschinenteile durch einen Schwerlastkran aus dem Gebäude heraus und die Bauteile für den neuen Rechen hineingehoben. Gesamtkosten für die Beschaffung der Maschinenteile, die Demontage und Montage der Doppelrechenanlage und die Dacharbeiten: rund 200 000 Euro.

Die Hamelner Kläranlage hat einen neuen Großrechen bekommen. Der alte hat zuletzt nicht mehr effektiv gearbeitet, eine Reparatur wäre zu unwirtschaftlich gewesen.

Foto: Dana



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