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Planspiel der Verwaltung: Erste Ideen der Politik vorgestellt

Neuer Rathaus-Anbau parallel zum Kastanienwall?

Hameln. Es ist eine Option, eine von vielen derzeit möglichen Varianten. Aber es ist eine Idee, die der Politik von der Verwaltung bereits vorgestellt worden ist, und die aufhorchen lässt. Bekommt das Rathaus einen Riegel auf dem Rathausplatz parallel zum Kastanienwall?

veröffentlicht am 05.08.2015 um 16:52 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:06 Uhr

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„Eine konkrete Planung gibt es nicht“, heißt es im Rathaus. Zunächst müsse die Frage geklärt werden, wie die erforderliche Sanierung des maroden Rathauses vonstatten gehen soll, ob es entkernt oder gar ein Neubau errichtet wird. Nach der politischen Sommerpause will Stadtbaurat Hermann Aden der Politik ein Konzept präsentieren. Daran werde derzeit im Rathaus mit Hochdruck gearbeitet (wir berichteten bereits). Und dann wird wohl auch der mögliche Rathaus-Riegel offiziell das Licht der Öffentlichkeit erblicken.

„Das ist eine Variante, die uns die Verwaltung schon einmal vorgestellt hat“, sagt Wilfried Binder. Der SPD-Fraktionschef betont aber auch, dass weder darüber gesprochen wurde, was ein solcher Anbau, der parallel zum Kastanienwall auf der Fläche des dortigen Blumenbeetes errichtet werden könnte, kosten solle oder welche Alternativen es gäbe. „Das ist alles Zukunftsmusik“, sagt Binder.

Brandschutz

fordert erhöhten Raumbedarf

Um den Zugang zum Rathausplatz nicht zu versperren, solle ein möglicher Rathaus-Riegel dem Vernehmen nach auf Bögen aufgeständert werden, um auch die Fußläufigkeit des Wochenmarktes zu erhalten. Darauf könnten dann zwei oder drei Etagen errichtet werden, um den Bedarf an Bürofläche zu decken. Denn auch an einem Personal- und Raumprogramm werde derzeit im Rathaus gefeilt, um die Verwaltung für die Zukunft zu strukturieren. Zwar muss kein städtischer Mitarbeiter um seinen Job bangen, aber der demografische Wandel spielt durchaus eine Rolle. „Wir werden weniger und dann bedarf es auch weniger Personal im Rathaus“, hatte Grünen-Fraktionschefin Ursula Wehrmann unlängst gesagt. Zudem hat sich die stellvertretende Sprecherin der schwarz-grünen Mehrheitsgruppe für eine „wirtschaftlich gute Lösung“ ausgesprochen.

Was der Verwaltung derzeit jedoch Probleme bereite, sei der Brandschutz, was zu einem erhöhten Raumbedarf führen könne. „Es geht um Sanitär- und Sozialräume. Auch Drucker oder Fotokopierer stehen derzeit auf den Fluren des Rathauses. Das darf nicht sein, sie müssen separat untergebracht werden“, weiß Wehrmann zu berichten. Auch die EDV-Anlage müsse unter Aspekten des Brandschutzes untergebracht werden. Aber auch die stellvertretende Bürgermeisterin betont: „Da ist noch nichts entschieden. Bei dem Rathaus-Riegel handelt sich lediglich um Überlegungen, die greifen könnten, wenn das Gebäude saniert werden kann und kein Neubau erfolgen muss.“

Nach der Sommerpause wird die Diskussion um die Sanierung des Rathauses richtig entfacht werden. Der Verwaltung schwebt vor, die Mitglieder des Ausschusses für Stadtentwicklung zu einer Besichtigungstour einzuladen. Im Oktober sollen zukunftsweisende Rathäuser in anderen Städten in Augenschein genommen werden. Wo die stehen, behält die Verwaltung noch für sich.

Einem möglichen Rathaus-Riegel hat Hans Wilhelm Güsgen allerdings bereits einen Riegel vorgeschoben. „Den will ich nicht haben, sondern ein städtebaulich ansprechendes Konzept“, sagt der FDP-Fraktionschef. Dazu gehöre auch, sämtliche Alternativen zu durchleuchten. Schon in der Vergangenheit haben die Liberalen diverse Vorschläge unterbreitet und auch gefordert, das Bürgeramt im Hochzeitshaus und damit im Zentrum zu integrieren. Und daran halten sie fest. Für Güsgen ist zudem das Gebäude der Stadtsparkasse eine Option, wenn es denn durch die Fusion mit der Sparkasse Weserbergland zum Leerstand kommen sollte. Doch bevor eine endgültige politische Entscheidung über die Zukunft des Hamelner Rathauses gefällt wird, muss das Konzept der Verwaltung vorliegen und geklärt werden, ob Sanierung, Neubau, Teilabriss oder gar eine andere Alternative infrage komme.



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