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Nach umfangreichen Abrissarbeiten: Grundstückseigentümer will am Pflümerweg vier Wohnhäuser bauen

Neue Wohnungen im Klütviertel?

HAMELN. Das Klütviertel soll größer werden. Am Pflümerweg möchte ein Hamelner 38 Stadtwohnungen bauen. Bauzäune und Bagger sind dort zwar schon zu sehen. Aber damit mit den Bauarbeiten begonnen werden kann, muss noch eine Hürde genommen werden. Das Bauprojekt braucht noch den Segen der Politik.

veröffentlicht am 05.08.2018 um 14:28 Uhr
aktualisiert am 15.08.2018 um 13:00 Uhr

Still ruht der See am Pflümerweg: In die Tat umgesetzt werden kann das Wohnprojekt erst mit dem Segen der Politik. Foto: Dana
Philipp Killmann

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Philipp Killmann Reporter zur Autorenseite
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Lange Zeit war unklar, was sich am Pflümerweg tut. Ein neuer Eigentümer hatte auf zwei weitläufigen Grundstücken zunächst umfangreiche Abrissarbeiten vorgenommen – sowohl auf der einen als auch auf der anderen Seite des Pflümerwegs. Über seine weiteren Absichten schwieg er sich jedoch aus. Doch jetzt ist der grundsätzliche Plan des Eigentümers öffentlich und Thema in der Politik.

Es geht um Grundstücke, die sich zum einen zwischen Pflümerweg und Pyrmonter Straße und zum anderen zwischen Pflümerweg und Felsenkellerweg befinden. Der Eigentümer möchte dort vier Häuser mit bis zu 38 „attraktiven Stadtwohnungen“, wie es in der Ratsvorlage heißt, bauen. Geplant sei eine „offene Bauweise“ mit „modernem Erscheinungsbild“. Zwei- bis dreigeschossig sollen die Häuser sein. Damit das Wohnprojekt jedoch in die Tat umgesetzt werden kann, muss zunächst der Bebauungsplan geändert werden.

Betroffen sind die Grundstücke westlich des Pflümerwegs mit der Hausnummer 8 und östlich des Pflümerwegs mit den Adressen Pyrmonter Straße 12 a und b. Neben dem allgemeinen Wohngebiet ist auch eine sogenannte Gemeinbedarfsfläche zwischen Pflümerweg und Felsenkellerweg betroffen, auf welcher die Deutsche Post ansässig war. Das Gebiet sei derzeit von Garagen und gewerblichen Nutzungen geprägt.

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Doch auf Grundlage des bisherigen Bebauungsplans lässt sich das geplante Wohnprojekt nicht realisieren: Für die Bauflächen ist nur ein bestimmter Zuschnitt erlaubt, die Häuser dürfen nur „Doppelhäuser oder Hausgruppen“ sein und auch die Anzahl der Geschosse ist lediglich auf zwei beschränkt. Das soll auf Vorschlag der Verwaltung nun geändert werden – „im beschleunigten Verfahren“, wie es in der Vorlage unter Bezugnahme auf Paragraf 13a des Baugesetzbuches heißt. Demnach kann „ein Bebauungsplan für die Wiedernutzbarmachung von Flächen, die Nachverdichtung oder andere Maßnahmen der Innenentwicklung (…) im beschleunigten Verfahren aufgestellt werden“.

Darüber muss nun noch die Politik befinden. Am Donnerstag, 9. August, ist das Wohnprojekt Thema im Ausschuss für Stadtentwicklung. Die öffentliche Sitzung beginnt um 16 Uhr im Energietreff der Stadtwerke an der Hafenstraße 14.

Information

Wieso eigentlich Pflümerweg?

Den Pflümerweg gibt es seit 1960. Vorher, zumindest bis in die 30er Jahre, hieß die Straße noch „Hinter dem Rosenbusch“. An der gegenüberliegenden Seite der angrenzenden Pyrmonter Straße gibt es bis heute eine Straße, die den Namen Rosenbusch trägt – bereits 1909 so benannt nach einem Wirtshaus an der Pyrmonter Straße. Zurück zum Pflümerweg: 1960 beschloss der Rat, die parallel zur Pyrmonter Straße verlaufende Straße nach Georg Pflümer zu benennen. Pflümer kam 1845 in Hameln zur Welt. Er war ein Kaufmann, der sich als Weinhändler in verschiedenen europäischen Ländern betätigte. An der Pyrmonter Straße 28 ließ er sich ein Haus bauen, ist in Gerhard Piepers „Hamelner Straßen“ nachzulesen. Pflümer war der erste Betreuer des städtischen Museums und Sammler von Münzen und kulturgeschichtlichen Altertümern, die in das Museum übergingen, wie aus dem Dewezet-Bericht zur Namensgebung der Straße zu erfahren ist. Georg Pflümer starb 1922 in Hameln.pk

Mein Standpunkt
Philipp Killmann
Von Philipp Killmann

Attraktive Wohnungen am Pflümerweg– klingt gut. Zumal sich auf den fraglichen Grundstücken teilweise schon länger nichts mehr getan hatte. Ein neues Wohnprojekt wäre somit ein Lückenschluss. Schön wäre es noch, zu erfahren, wie die Pläne des Eigentümers konkret aussehen.



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