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Winterbeleuchtung soll künftig länger hängen bleiben

Neue Weihnachtssterne für Hameln

veröffentlicht am 27.10.2015 um 12:11 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:29 Uhr

Weihnachtsmarkt Beleuchtung Hameln

Lange war sie geplant: die Erneuerung der Weihnachtsbeleuchtung. Verschärfte Ausschreibungsbedingungen für städtische Töchter wie die Hameln Marketing und Tourismus GmbH (HMT) – über die die Anschaffung abgewickelt wird – und klamme Kassen hatten schon zweimal dafür gesorgt, dass der Neuerwerb im niedrigen sechsstelligen Bereich verschoben werden musste. Doch in diesem Jahr ist es soweit, steht Weihnachten in Hameln unter „einem neuen Stern“: Riesige dreidimensionale Sterne und Spruchbänder, die die Rattenfängersage kurz und frech erzählen, sollen die Altstadt zieren. Dass Sagenelemente verwendet werden, soll als leuchtendes Signal für die Verbundenheit der Stadt mit der berühmten Sage verstanden werden und Hameln und dem Weihnachtsmarkt in Kombination mit den Sternen ein unverkennbares Gesicht geben. Mit der Installation soll Anfang der kommenden Woche begonnen werden.
 „Zu Hameln fechten Maus und Ratzen – am hellen Tage mit den Katzen“, so stieg der Dichter Karl Simrock (1841) in seine Verse über den Rattenfänger von Hameln ein. Vier seiner markantesten Sätze wurden ausgewählt und erzählen die Sage in Kurzform. Fortan wird die Beleuchtung über die Weihnachtszeit hinaus hängen bleiben, um Licht in die dunkle Jahreszeit zu bringen. Den Bezug zur Sage stärker herauszuarbeiten, war ein Ergebnis des Cima-Gutachtens zum Weihnachtsmarkt.
 Aufgrund der stark gestiegenen Strom- und Instandsetzungskosten sowie der fehlenden Tagwirkung wird seit zwei Jahren versucht, eine neue Beleuchtung zu realisieren. Weiter beförderten Umweltaspekte die Entscheidung, den Schmuck auszutauschen. „Die vorangegangene Weihnachtsbeleuchtung ist in die Jahre gekommen, ständige Reparaturen und erhebliche Energiekosten fraßen sich in die Kasse. Das erleichterte uns die Entscheidung für eine Neuanschaffung“, erklärt Stadtmanager Dennis Andres.
 Die Sterne werden mit LED-Leuchtkörpern ausgestattet und sind 12-zackig und 1,40 bis 2,10 Meter groß. „Durch Strom- und Instandsetzungsersparnisse können laufende Kosten teilweise verringert werden. Dennoch gilt es jetzt, sowohl die Anschaffungskosten, die über zehn Jahre abgeschrieben werden, als auch die Kosten für die Montage zu stemmen“. Da die Umlage für die Anlieger, die für die jährliche Montage und Demontage erhoben wird, nicht mehr ausreicht, sucht das Stadtmarketing Lichtpaten, die die Anschaffung eines Sterns oder gar einer Leuchtschrift mit 250 bis bis 950 Euro jährlich unterstützen. 

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