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Zu wenig Stellplätze vor innerstädtischen Kindergärten

Neue Parkautomaten sollen Eltern helfen

Hameln. Die Parksituation vor den Kindergärten in der Innenstadt ist für viele Mütter und Väter, die ihren Nachwuchs vor der Arbeit schnell in einen Hort abgeben möchten, schlicht ungenügend. „Hameln will als familienfreundlich gelten. Dazu gehört es aber auch, dass man seine Kinder in den Kindergarten bringen kann“, machte Nicole Köller jetzt im Rahmen der Bürgerfragestunde ihrem Herzen im Ausschuss für Umwelt, Nachhaltigkeit und Klimaschutz Luft. Wenn sich dann einer der wenigen Parkplätze ergattern ließe, müssten beim Bringen und Abholen jeweils 50 Cent bezahlt werden. „Und einen Euro am Tag können sich viele ganz bestimmt nicht leisten“, argumentierte die Mutter vor den Ratsvertretern.

veröffentlicht am 17.10.2014 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:25 Uhr

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Hans-Joachim-Weiß-Redakteur-Lokales-Hameln-Dewezet

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Die befassten sich kurz darauf zu diesem Thema mit einem Antrag der Fraktion Piraten/Linke, in der Lars Reinecke inzwischen als Parteiloser agiert, weil er zwischenzeitlich den Piraten den Rücken gekehrt hat (wir berichteten). „Die vorhandenen Parkautomaten in der Umgebung städtischer Kindertagesstätten werden mit einer Kurzparkertaste (15 Minuten) – analog zur sogenannten Brötchentaste – ausgestattet“, hatte die Fraktion per Antrag gefordert. „Das würde Eltern deutlich entlasten und wäre ein weiterer Schritt zur familienfreundlichen Stadt Hameln“, argumentierte auch Elke Meyer namens der SPD.

Eine Investition in Höhe von 44 000 Euro für neue Parkscheinautomaten kündigte Ralf Wilde, Fachbereichsleiter Umwelt und technische Dienste im Rathaus, der Politik an. Schon mit Beginn des neuen Jahres werde die Stadt damit beginnen, defekte Geräte auszuwechseln. „Und zwar nach und nach und in mehreren Schüben“, wie Stadtbaurat Hermann Aden ergänzte.

„Die neuen Automaten sind dynamisch, können mit Münzen gefüttert werden, aus denen sich dann die Parkzeit errechnet. Das geht schon mit Fünf-Cent-Stücken“, sagte Wilde und betonte, dass diese städtische Anschaffung dem vorliegenden Antrag in die Karten spiele. Auch ließ der Fachbereichsleiter die Politik wissen, dass die ausrangierten Automaten nicht etwa entsorgt, sondern verkauft werden. „In Osteuropa gibt es einen Markt dafür“, sagte er, ohne jedoch die erwarteten Einnahmen beziffern zu können.

Rainer Sagawe (Grüne) regte an, dass die Stadt Prioritäten setzen möge und die neuen Parkscheinautomaten in den Bereichen der Kindertagesstätten bevorzugt aufgestellt werden. Ein Vorschlag, der auch von den anderen Fraktionen getragen wurde. Die Verwaltung will nun prüfen, ob das realisierbar ist.

Um aber den Eltern unmittelbar helfen zu können, schlug Elke Meyer vor, den von Parknot betroffenen Müttern und Vätern Karten auszuhändigen „und sie für den Moment des Bringens und Abholens kostenfrei parken zu lassen“, wie die SPD-Politikerin forderte. Das aber stieß auf Widerstand der Verwaltung, weil es sich dabei um eine freiwillige Leistung handele. Auch sei es das Grundübel, dass vor den Kindergärten der Innenstadt grundsätzlich zu wenig Parkraum vorhanden ist. „Deshalb geht es nicht darum, Dauerparkplätze zu schaffen, sondern für Fluktuation zu sorgen“, forderte Walter Klemme (CDU). Mit 13 Ja-Stimmen fand der SPD-Antrag am Ende jedoch eine Mehrheit.



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