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Seit Schuljahresbeginn bereitet die IGS Schüler aufs Abitur vor

Neue Oberstufe läuft an

HAMELN. Latein als neues Fach, zusätzliches Lehrpersonal und ein neues Abschlussziel: Seit Beginn des Schuljahres wird an der IGS erstmals eine gymnasiale Oberstufe auf das Abitur vorbereitet. Damit macht die Schule zurzeit eine Doppelbelastung durch.

veröffentlicht am 22.08.2017 um 12:18 Uhr
aktualisiert am 22.08.2017 um 20:00 Uhr

Draußen wird gebaut, drinnen gelernt. Die neuen Oberstufenschüler bleiben aber größtenteils vom Baulärm verschont. Foto jsp
Jens Spickermann

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Neben den organisatorischen Anpassungen muss die Schulleitung auch das Nebeneinander von Unterricht und umfangreichen Bautätigkeiten managen.

Obwohl die gesamte Schule für eine architektonische Verbindung mit dem Albert-Einstein-Gymnasium grundlegend umgebaut wird, ist vom Lärm während der Unterrichtszeiten kaum etwas zu hören. Besonders laute Arbeiten würden vorwiegend während der Ferien durchgeführt, erklärt Schulleiterin Gudrun Kruppe. Einmal pro Woche finde eine Besprechung mit dem Bauunternehmer statt, damit während ungünstiger Zeiten möglichst wenig Krach entsteht.

Für die neuen Elftklässler findet der Klassenunterricht im Gegensatz zum Kursunterricht aus Platzmangel im Gebäude der Albert-Schweitzer-Schule statt, wo ihnen eigene Räume zur Verfügung stehen.

Nach einem langwierigen Genehmigungsverfahren ist die IGS nun die siebte Bildungseinrichtung in Hameln, die ihren Schülern den höch-sten Schulabschluss ermöglicht. Bis zum Anfang des Jahres musste die Leitung noch darum bangen, ob die erforderliche Anmeldezahl von 54 Schülern für die elfte Klasse geknackt wird. „Manche Eltern sagen, sie wollen ihr Kind nicht auf einer Baustelle zur Schule schicken“, so Kruppe.

Ungünstig sei es auch gewesen, dass zu dem Zeitpunkt, als die anderen Gymnasien schon mit Infoveranstaltungen um Schüler warben, für die IGS noch gar nicht bekannt war, ob die neue Oberstufe überhaupt genehmigt wird.

Um in Zukunft alle Abschlüsse ermöglichen zu können, hat sich die Gesamtschule strukturell breiter aufgestellt. Die Schüler können neben Englisch, Spanisch und Französisch nun wahlweise eine typisch gymnasiale Fremdsprache belegen: Zum Schuljahresbeginn trat zusammen mit neun anderen Kollegen auch ein Lateinlehrer an der IGS seinen Dienst an. Der Anteil der Gymnasiallehrer ist mit etwa 50 Prozent nun höher, als für eine Gesamtschule vorgeschrieben. Trotzdem ist das Kollegium noch damit beschäftigt, sich auf die angehenden Abiturienten einzustellen. „Wir haben schon vor vier Jahren die AG Oberstufe gegründet“, sagt der stellvertretende Schulleiter Michael Pegesa. Seitdem hospitieren die Lehrer der IGS regelmäßig an anderen Gesamtschulen der Region, die schon länger die allgemeine Hochschulreife als Abschlussziel anbieten. Die Schüler sollen ab der zehnten Klasse verstärkt auf das wissenschaftliche Arbeiten an der Universität vorbereitet werden. Das ist neu für den Unterricht an der IGS. Im Unterschied zum Gymnasium wird aber eine intensive Betreuung durch Tutoren angestrebt. Typisch für das IGS als Gesamtschule sei „eine hohe Form des selbstständigen Lernens“, sagt Pegesa. „Es gibt die Einzelkämpfer und diejenigen, die lieber im sozialen Miteinander lernen.“ Letztere seien in der Oberstufe der Gesamtschule besonders gut aufgehoben. Um die Schüler gründlich auf die zentralen Prüfungen vorzubereiten und gleichzeitig das Gesamtschulprofil zu pflegen, lassen sich die Lehrkräfte bei ihren Hospitationen Tipps geben.

Auch unabhängig von der neuen Oberstufe kann sich die Schule übrigens nicht über zu geringe Schülerzahlen beschweren. Seit ihrer Gründung wird sie fünfzügig geführt und die Anmeldezahlen überstiegen jedes Mal die Menge der freien Plätze: Zwischen 130 und 140 Kinder konnten in jedem Jahrgang angenommen werden, die Anmeldezahlen schwankten zwischen 150 und 180. Von den 60 Schülern, die nun die elfte Klasse besuchen, gingen 50 schon vorher zur IGS, zehn Schüler sind von anderen Schulen dorthin gewechselt.



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