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Zeugen melden sich nach Aufruf bei der Polizei

Neue Erkenntnisse bei der Suche nach verschwundenem Unfallopfer

veröffentlicht am 09.12.2015 um 11:29 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:29 Uhr

Unfall auf der L433
Ulrich Behmann

Autor

Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite

Die Hamelner Polizei ist bei der Suche nach dem Fußgänger, der am Sonntagmorgen auf der Kreisstraße 29, die nach Halvestorf führt, von einem Mercedes erfasst wurde, ein kleines Stück vorangekommen. Die Ermittler des für Verkehrsdelikte zuständigen Fachkommissariats 7 wissen jetzt immerhin, dass es den Anhalter wirklich gegeben hat. Von dem Opfer fehlt allerdings nach wie vor jede Spur. Die Fahnder vermuten, dass der Mann in der Nähe der Unfallstelle wohnt.

Im Auftrag der Polizei haben Zusteller der Citipost Weserbergland gestern in Haverbeck, Halvestorf, Hope, Weidehohl und Bannensiek einen Zeugenaufruf verteilt. Mit dem Flyer wollen die Beamten auch diejenigen erreichen, die weder ein Zeitungsabo noch einen Internet-Zugang haben. Der Angefahrene müsse „nicht zwingend schwere Verletzungen“ davongetragen haben, sagt Oberkommissar Jens Petersen. Zu diesem Schluss seien Unfallanalytiker nach der Begutachtung der Schäden am Fahrzeug gekommen. Die Polizisten gehen derzeit davon aus, dass der Fußgänger zwar von dem Mercedes einer 26 Jahre alten Hamelnerin erfasst und vermutlich auch verletzt wurde, danach allerdings noch in der Lage gewesen ist, nach Hause zu gehen. Die Frage ist nur: Warum meldet sich das Unfallopfer nicht?

 

Die Stoffjacke wurde gestohlen – sie hat nichts mit dem Fall zu tun


Drei Zeugen haben den Tramper kurz vor dem Unfall gesehen. Ein Ehepaar hat den Mann gegen 6 Uhr auf der Klütstraße bemerkt – er ging zu diesem Zeitpunkt stadtauswärts. „Der Fußgänger war dunkel gekleidet und hatte sich eine Kapuze über den Kopf gezogen.“ Er sei offensichtlich alkoholisiert gewesen und habe einen Arm herausgestreckt, um einen Wagen anzuhalten, heißt es. Der Unbekannte soll kräftig und 1,85 Meter bis 1,90 Meter groß sein.
Eine Autofahrerin schilderte der Polizei, sie habe gegen 6.50 Uhr an der Einmündung L 433/K 29 (also ganz in der Nähe der Unfallstelle) einen Mann mit Regenjacke gesehen. Dieser sei angetrunken gewesen und habe einen Arm herausgestreckt. Auch sie beschreibt den Anhalter als auffallend groß und kräftig. Die 26 Jahre alte Hamelnerin, die den Unbekannten angefahren hat, hatte bei ihrer Vernehmung ausgesagt, sie habe kurz vor der Kollision am rechten Fahrbahnrand schemenhaft eine Person wahrgenommen, die den Daumen hochgehalten habe.
Nicht nur die Suche nach dem verschwundenen Unfallopfer läuft weiter. Spezialisten des Zentralen Kriminaldienstes werten derzeit Mobilfunkdaten aus. Das Handy der Mercedes-Fahrerin, deren Atemalkoholkonzentration mehr als 0,9 Promille betrug, als ihr Wagen den Fußgänger erfasste, ist sichergestellt worden. „Die Kollegen wollen die Geschehnisse vor Eingang des Notrufes mithilfe der Daten zeitlich einordnen“, erklärt Oberkommissar Petersen. Es geht darum, festzustellen, wann genau der Unfall passiert ist. Die Autofahrerin hatte „erst weit hinter der Kollisionsstelle angehalten“. Um 7.25 Uhr hat die Frau die Polizei verständigt.
Und noch eine neue Erkenntnis gibt es: Die Stoffjacke, die an der Abzweigung nach Halvestorf neben der Landesstraße 433 (in Richtung Haverbeck) gefunden wurde, gehört definitiv nicht dem Opfer. Sie ist einem Mann (45) aus der Region Hannover in der Nacht von Samstag auf Sonntag in einer Hamelner Gaststätte gestohlen worden. Der Täter muss sie zwischen 3.30 Uhr und 4 Uhr „entsorgt“ haben. Eine Zeugin hat das Kleidungsstück bereits zu dieser Zeit dort gesehen – es lag auf der Fahrbahn. Ein Autofahrer hat die Jacke gegen 5 Uhr aufgehoben und auf dem Grünstreifen platziert. Die Ermittler vermuten, dass der Dieb die Jacke durchsucht und dann aus dem Fenster eines Wagens geworfen hat.
Wer einen Mann gesehen hat, der seit Sonntag verletzt ist, wird gebeten, sich mit den Ermittlern unter 05151/933222 in Verbindung zu setzen.



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