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Awo mietet Räume von der HWG an / Zweite Reinigung soll Schimmelsporen ausschließen

Neue Bleibe für Kita- und Krippenkinder

veröffentlicht am 13.09.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:35 Uhr

Klein Berkel (bha). Von den Eltern war das Ökumenische Zentrum favorisiert worden, die Entscheidung ist jetzt jedoch auf andere Gebäude gefallen: Die Kinder der Kita am Schwarzen Weg, die wegen Schimmelbefalls der dortigen Räume andernorts untergebracht werden müssen, sollen noch in dieser Woche Räume nutzen können, die von der Hamelner Wohnungsbau-Gesellschaft (HWG) angemietet werden. Diese Möglichkeit ist laut Stadtsprecher Thomas Wahmes „aus mehreren Gründen“ besser geeignet als die von der Kirche angebotene.

Für die Krippenkinder wird eine Wohnung im Haus mit der Adresse Barchusen 3 angemietet; eine Gruppe der Drei- bis Sechsjährigen kann das Familienbüro der Awo unter der Adresse Barchusen 6 nutzen, und eine zweite Gruppe kann den Gemeinschaftsraum der Seniorenanlage von Barchusen 6 in Anspruch nehmen, so Wahmes weiter. Für die Eltern sei diese Lösung vor allem wegen des Standorts vorteilhaft. Zuvor waren auch der „Regenbogen“ und Räume im FiZ in der Innenstadt im Gespräch gewesen. Der HWG sei zu danken, dass sie auf das Problem so flexibel reagiert habe; jetzt würden Handwerker im Eiltempo Fußböden erneuern und Wände streichen, damit die Kinder ab Freitag umziehen können.

Alle Gegenstände, die mit ihnen aus dem Altbau der Kita in die neue vorläufige Bleibe kommen, werden „nochmals gereinigt“, kündigt Wahmes an. Dieses Vorgehen sei eine reine Vorsichtsmaßnahme und bedeute nicht, dass bislang auf den Gegenständen Schimmelsporen gewesen seien, versucht er auf Nachfrage mögliche Bedenken der Eltern aus dem Weg zu räumen. Der Gutachter habe ja bereits die Freigabe für die Sachen erteilt, sagt er. Mit dieser erneuten Reinigung solle nur ausgeschlossen werden, dass Sporen – sollten sie trotzdem vorhanden sein – nicht mit in die Wohnungen genommen werden.

Gestern wurde in den Räumen des Altbaus der Kita am Schwarzen Weg eine Freimessung der Luft durchgeführt, die die Eltern im Rahmen einer außerordentlichen Ortsratssitzung am vergangenen Mittwoch von der Stadt Hameln gefordert hatten. Im Krippenneubau war vor einigen Wochen Schimmel entdeckt worden, woraufhin zwar auch der Altbau gereinigt worden war, doch eine Messung zur Kontrolle war zum Ärger der Eltern nie veranlasst worden. Mit dem Ergebnis der gestrigen Messung rechnet Wahmes „in zwei Wochen“.

Ob die Eltern ebenfalls ein medizinisches Gutachten ihrer Kinder von der Stadt erwarten können, werde noch geprüft, so Wahmes. Die Frage danach kam auf, als deutlich geworden war, dass eine Messung weder vor noch nach der Reinigung der Räume erfolgt ist. Die Eltern haben Sorge, dass ihre Kinder, allen voran die kleinsten und anfälligsten Krippenkinder, über einen längeren Zeitraum hinweg gesundheitsschädigenden Schimmelsporen ausgesetzt gewesen sein könnten.



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