weather-image
12°
Beratung auf Augenhöhe

Neue Anlaufstelle für Menschen mit Behinderungen im Fiz

HAMELN. Für Menschen mit Behinderungen gibt es eine neue Anlaufstelle: die Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung, kurz EUTB. Das „U“ für unabhängig müsste fett und farbig hervorgehoben, denn das ist es, was den Rat suchenden Menschen wichtig ist – so wurde es den zwei Frauen Melanie Siemens-Gerth und Josina Starke in den bereits geführten Gesprächen gespiegelt. Nicht ein Kostenträger steht hinter der Beratung, sondern ein neutraler Verein.

veröffentlicht am 31.08.2018 um 13:58 Uhr
aktualisiert am 31.08.2018 um 15:30 Uhr

Melanie Siemens-Gerth (li.) und Josina Starke von der Beratungsstelle „Ergänzende unabhänige Teilhabeberatung“ im Fiz Foto: BHA
Birte Hansen

Autor

Birte Hansen-Höche Reporterin zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Allein im ersten Monat haben laut Starke bereits 60 Beratungen stattgefunden zu vielen unterschiedlichen Themen. Knapp einen Monat nach dem Startschuss haben sich am Freitag zahlreiche Politiker und Vertreter des öffentlichen Lebens zur offiziellen Eröffnung im Fiz versammelt, unter dessen Dach sich die Teilhabeberatung befindet, darunter die Bundestagsabgeordneten Johannes Schraps (SPD) und Jutta Krellmann (Linke), Landtagsabgeordneter Dirk Adomat (CDU), Oberbürgermeister Claudio Griese.

„Sie ist ein Ergebnis eines wirklich schwierigen Verfahrens der Gesetzgebung“, rekapituliert die ehemalige parlamentarische Staatssekretärin Gabriele Lösekrug-Möller, wie schwer sich die Bundespolitik mit dem Bundesteilhabegesetz und den daraus resultierenden Beratungsstellen getan hat. 80 Millionen Euro stellt die Bundesregierung dafür und für die koordinierende Fachstelle in Berlin pro Jahr bereit. 192 000 Euro davon steht den Hamelnern vorerst bis 2020 zur Verfügung. Um die Mittel beantragen zu können, war innerhalb kürzester Zeit ein Verein gegründet worden, dessen Vorsitz der ehemalige Geschäftsführer der Paritäten, Norbert Raabe, übernommen hat. „Vor zehn Monaten haben mich Kollegen weichgekloppt“, sagt Raabe, der sich zusammen mit Peter Stuart von der Paritätischen Lebenshilfe Schaumburg-Weserbergland und maßgeblich für die Gründung des Vereins „Unabhängige Teilhabeberatung Hameln-Pyrmont“ gelegt hat.

Wie wichtig eine solche Beratung ist, hat MdB Johannes Schraps persönlich erlebt. Im Landkreis Holzminden habe er an den Gesprächen in der dort eingerichteten Beratungsstelle teilgenommen, wo Betroffene gemeinsam mit Betroffenen erörtern, was möglich ist. „Auf Augenhöhe“ würden die Gespräche geführt, berichten Siemens-Gerth und Starke, die sich eine Stelle teilen. Die Themen variierten – häufig sei es um Fragen zum Schwerbehindertenausweis gegangen, um Rundfunkbeträge, auch um das persönliche Budget.

Constantin Grosch, Kreispolitiker und selbst Rollstuhlfahrer, erklärt: „Wir hoffen, dass so eine Beratung überflüssig wird“ – alles müsste so umgebaut werden, dass Menschen selbstständig zurecht kommen. So lange das nicht erreicht ist, ist die Beratungsstelle im Fiz, Osterstraße 46, telefonisch erreichbar unter 05151/4079178



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt