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Feuerwehrhäuser in den Ortschaften werden modernisiert / Förderverein in Hastenbeck macht Dampf

Neubau in Afferde ist nur der Auftakt

Hameln. Die Modernisierung der Feuerwehrhäuser in Hameln nimmt Fahrt auf. Bis 2030 sollen zwölf Gebäude in den Ortschaften saniert oder neu gebaut werden, um den gesetzlichen Anforderungen zu genügen. Der Neubau in Afferde bildet den Auftakt – Anfang Juni ist Spatenstich.

veröffentlicht am 03.05.2016 um 13:09 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 08:40 Uhr

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Autor:

Andreas Timphaus
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In Tündern, Klein Berkel und Halvestorf hat die Stadt indes Grundstücke erworben und befindet sich in der weiteren Planungsphase. Auch in Hastenbeck könnten demnächst die Handwerker anrücken. Der dortige Förderverein der Feuerwehr will das Gebäude um eine Fahrzeughalle samt Anbau erweitern.

Feuerwehrhaus Afferde

Der Spatenstich für den Neubau des Feuerwehrhauses an der Straße Auf dem Rübencampe in Afferde soll am Freitag, 3. Juni, um 19 Uhr stattfinden. 840 000 Euro hat die Stadt für die Arbeiten eingeplant. „Wir sind guter Dinge, dass wir damit hinkommen“, sagte Dieter Schur, der als Leiter des Fachbereichs Recht und Sicherheit im zuständigen Ausschuss über die Fortschritte berichtete. Geplant sind im Gewerbegebiet Scheckfeldweg ein Gebäude mit Aufenthalts-, Schulungs- und Umkleideräumen sowie eine angrenzende Fahrzeughalle mit drei Stellplätzen. Die Gesamtfläche des Baus beträgt rund 450 Quadratmeter. Falls alles nach Plan läuft, könnte die Feuerwehr Afferde ihre Autos in etwa einem Jahr in der neuen Fahrzeughalle parken.

Das Afferder Feuerwehrhaus soll ein Modell für die anderen Ortschaften sein. Das spart Geld bei der Planung, wenngleich man je nach Standort immer spezifische Modifikationen vornehmen müsse, wie Schur erklärte. „Planungskosten lassen sich nie ganz vermeiden.“ In drei Blöcken von jeweils fünf Jahren will die Stadt bis 2030 zwölf Feuerwehrhäuser modernisieren, um die von der Feuerwehr-Unfallkasse festgestellten Sicherheitsmängel zu beheben. Die Instandsetzungen könnten bis zu 7,5 Millionen Euro kosten. Zum ersten Block zählen die Gebäude in Afferde, Tündern, Klein Berkel und Havelstorf.

Feuerwehrhaus Tündern

In Tündern hat die Stadt bereits ein Grundstück an der Nordstraße erworben, das momentan noch etwa zur Hälfte in einem Landschaftsschutzgebiet liegt. Das soll geändert und vor Ort Ausgleichsflächen geschaffen werden. „Die Planungen bis zum Baubeginn werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen, weil auch der Flächennutzungsplan noch entsprechend angepasst werden muss“, sagte der Fachbereichsleiter. Wenn alles gut laufe, könne man womöglich die Pläne aus Afferde eins zu eins übernehmen und im kommenden Jahr loslegen. 1,25 Millionen Euro hat die Stadt für den Neubau eingeplant.

Eigentlich sind in Tündern laut Bedarfsplan zwei Fahrzeughallen vorgesehen. Der dortige Förderverein will sich jedoch für eine weitere Halle starkmachen und entsprechend investieren. Aus Sicht von Schur wäre dieses Vorhaben unter gewissen Voraussetzungen kein Problem. „Wenn der Förderverein die Kosten für einen zusätzlichen Stellplatz trägt, sollte dies aber farblich an der Halle kenntlich gemacht werden. Sonst kommen andere Ortswehren und wollen auch eine dritte Halle“, sagt der Fachbereichsleiter.

Feuerwehrhaus Halvestorf

In Halvestorf am Piepenbusch, exakt gegenüber des bereits existierenden Feuerwehrhauses, hat die Stadt vor einiger Zeit aus privater Hand eine Fläche erworben. Dort soll eine Halle für zwei weitere Fahrzeuge entstehen. Im Feuerwehrhaus selbst könnten so Kapazitäten für nötige Umbauarbeiten geschaffen werden. „Die Straße am Piepenbusch ist keine Autobahn. Da gibt es nicht so viel Verkehr“, meint Schur bezüglich der befürchteten Verkehrsbelastung aufgrund der zwei Standorte.

Feuerwehrhaus Hastenbeck

Der Förderverein der Feuerwehr Hastenbeck will ebenfalls mit eigenen Mitteln den Anbau einer Fahrzeughalle und Umkleidekabinen an das bestehende Gebäude vorantreiben. Eigentlich ist eine Modernisierung des Feuerwehrhauses am Reuteranger erst im Jahr 2020 vorgesehen. Das Stadtkommando der Feuerwehr hat sein Einverständnis für den Vorgriff im Stufenplan gegeben. Und auch die Stadt hat nichts gegen die Pläne. „Der Verein ist sehr aktiv und will noch in diesem Jahr mit den Bauarbeiten beginnen“, meinte Schur. Vor knapp zehn Jahren hatte der Förderverein schon einmal in Eigenleistung Schulungs- und Veranstaltungsräume am Feuerwehrhaus errichtet.

Günter Wömpener (Förderverein) stellte im Ausschuss für Recht und Sicherheit die Pläne des Vereins vor. Er berichtete, dass der Förderverein 88 000 Euro in Eigenleistung erbringen wolle, der Rest würde über eine Bürgschaft bei der Sparkassen Weserbergland finanziert. „Wir planen mit Baukosten in Höhe von 131 000 Euro“, sagte Wömpener. Die Stadt rechnet mit insgesamt 143 000 Euro plus Nebenkosten und würde das Darlehen dann 2020 erstatten. „Der Förderverein hat sich aus ausgesprochen leistungsstark und ‚baufähig‘ erwiesen“, heißt es als Begründung in der Verwaltungsvorlage.

Die endgültige Entscheidung fällt in der Sitzung des Stadtrats am 15. Juni.

Am Mittwoch lesen Sie über die Pläne für den Neubau eines Feuerwehrhauses in Klein Berkel



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