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Gebäude zur Agrarausbildung gilt als modernstes in Niedersachsen

Neubau für Berufsschule – Kreis musste nichts dazugeben

Hameln. Die Elisabeth-Selbert-Berufsschule (ESS) soll bald auf dem Gelände der ehemaligen Linsingen-Kaserne neu gebaut werden. Doch einen Neubau hat die kreiseigene Einrichtung bereits gestern eingeweiht. Es sind nun ihre „besten, schönsten, zweckmäßigsten Räume“, wie Schulleiterin Gisela Grimme schwärmt. Wie passt das zusammen?

veröffentlicht am 10.07.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:03 Uhr

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Marc Fisser

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Marc Fisser Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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Vor gut zwei Jahren zeigte sich, dass die sogenannte „Maschinenhalle“ am Brösselweg, Außenstelle des Agrarzweigs der ESS, nicht mehr dicht war: Es regnete hinein. Auch sonst entsprach sie nicht mehr der Zeit, die Wände waren ungedämmt, die Toiletten nach Worten der Nutzer eine Zumutung. Eine Reparatur schien unwirtschaftlich. Die Entscheidung für einen Neubau war schnell gefallen, zumal er durch Eigenmittel der Schule und mit Unterstützung des Fördervereins sowie des Altschülervereins finanziert werden konnte. Es ging um immerhin 900 000 Euro für zwei Klassenräume sowie eine Holz- und eine Metallwerkstatt. Gut investiertes Geld, wie Kreisrätin Petra Broistedt betont. Dass die Schule auf Ersparnisse zurückgreift und keine Forderungen an die Kreisverwaltung richtet – „das ist einmalig“, lobt Broistedt. Hameln-Pyrmont biete nun „die modernste Ausbildungsstätte für Agrarwirtschaft und Gartenbau in Niedersachsen“.

Schon die 1950 auf dem benachbarten Fischerhof errichtete erste Maschinenhalle für die Agrarausbildung in der Region war ein Werk der Schüler, das ohne staatliche Gelder auskam und ihresgleichen suchte. Und mit dem Bau von 1958 setzte sich die Schule nach Meinung der Zeitgenossen „an die Spitze aller landwirtschaftlichen Lehranstalten in Niedersachsen“.

Am Brösselweg werden pro Schuljahr knapp 150 junge Menschen unterrichtet. Dazu zählen inzwischen auch angehende Ergotherapeuten: Sie nutzen die Holzwerkstatt.

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Zweckmäßig und modern: Die neue „Maschinenhalle“ der Selbert-Schule ersetzt einen fast 60 Jahre alten Werkstatttrakt.



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