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Touristenverein übernimmt alleinige Gesamtverantwortung / Erweiterung des Zeltplatzes geplant

Naturfreundehaus auf neuer Basis

Lauenstein/Hameln. Die Jugendbegegnungsstätte am Naturfreundehaus in Lauenstein soll wirtschaftlich und organisatorisch auf eine neue Basis gestellt werden und dem Touristenverein „Die Naturfreunde e. V., Ortsgruppe Lauenstein“ ab Januar 2015 die Gesamtverantwortung übertragen werden. Diese Empfehlung der Kreisverwaltung wurde einstimmig vom Jugendhilfeausschuss des Kreistages Hameln-Pyrmont angenommen. Gleichzeitig wurde die Verwaltung beauftragt, dem Verein auf Erbpachtbasis ein weiteres Grundstück zur Verfügung zu stellen, damit der Zeltplatz der Jugendbegegnungsstätte erweitert werden kann und so in Zukunft mehr Übernachtungen die wirtschaftliche Zukunft des Naturfreundehauses absichern.

veröffentlicht am 04.10.2014 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 09:41 Uhr

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Autor:

Wolfhard F. Truchseß
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Der Kreisausschuss hatte die Verwaltung im Dezember 2012 beauftragt, mit dem Touristenverein über die zukünftige Ausrichtung, Führung und Verantwortung der Jugendbegegnungsstätte zu verhandeln. In einem 18-monatigen Prozess seien Auslastung und Kostendeckung durch die verschiedenen Besuchergruppen analysiert, die Preisgestaltung angepasst, ein Controllingsystem eingeführt, der Personaleinsatz neu geregelt, die energetische Sanierung geplant und eingeleitet sowie die Erweiterung des Zeltplatzes konzeptionell vorbereitet worden, berichtete Kreisrätin Petra Broistedt.

Mit diesen Maßnahmen sei zu erwarten, dass das Naturfreundehaus unter Beibehaltung der derzeitigen Kreisförderung in Höhe von 35 000 Euro pro Jahr wirtschaftlich geführt werden könne. Als steuerlich problematisch stellte sich heraus, dass der umsatzsteuerpflichtige wirtschaftliche Geschäftsbetrieb mit Erwachsenenübernachtungen, Veranstaltungen und Feiern mit 40 Prozent einen immer größeren Anteil am Gesamtumsatz des Naturfreundehauses ausmacht, die entsprechenden Steuern aus Unkenntnis aber nicht abgeführt wurden und so eine im Februar 2014 vom Finanzamt festgestellte Steuerschuld von knapp 75 000 Euro für die Jahre 2006 bis 2013 aufgelaufen war. Das entstandene Defizit von 54 000 Euro muss jetzt der Kreis ausgleichen.

Das Zukunftskonzept sieht außerdem vor, dass der Landkreis die energetische Sanierung einschließlich des Einbaues eines Blockheizkraftwerks sowie die Erneuerung der Brandschutzanlage in diesem und im kommenden Jahr mit 170 000 Euro fördert. Durch den Einbau der neuen Heizungsanlage können laut Broi-stedt die jährlichen Energiekosten um 10 000 Euro gesenkt werden. Den Zeltplatz will der Verein auf eigene Kosten erweitern, um die Übernachtungskapazitäten im Sommer dem gestiegenen Bedarf anzupassen.

Trotz der positiv klingenden Prognose wird der Kreis erneut entstehende Defizite nicht ausgleichen – sie sollen durch eine Erhöhung der Übernachtungsgebühren, Gewinne des Wirtschaftsbetriebs, Eigenmittel und andere Maßnahmen ausgeglichen werden. Sollte dies nicht gelingen, werde die Gesamtverantwortung für die Jugendbegegnungsstätte und den wirtschaftlichen Gesamtbetrieb auf den Landkreis übergehen, heißt es in der Begründung der Beschlussempfehlung der Verwaltung. „Der Landkreis kann dann entscheiden, ob und in welcher Form er die Jugendbegegnungsstätte aufrechterhalten will.“

Insbesondere Klaus-Peter Symansky (Unabhängige) fragte nach, wie es denn zu der Steuerschuld habe kommen können, ob denn die Bücher nicht ordentlich geführt worden seien und weshalb das Controlling nicht funktioniert habe. Schließlich gebe es einen Beirat und auch einen Steuerberater, der offenbar nicht lange genug studiert habe, monierte Symansky.

Klaus Arnold (CDU) nahm den Touristenverein in Schutz. Er werde wie alle Vereine ehrenamtlich geführt und das sei schwierig genug. Broistedt verwies in der Frage des Controllings darauf, dass dieses Instrument erst entwickelt und in diesem Jahr eingeführt worden sei.



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