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Junger Betrieb „technisch nicht ausgereift“

Natur Briketts GmbH pleite: 15 Arbeitsplätze gehen verloren

HAMELN. Das noch junge Unternehmen hatte große Pläne: 17,5 Millionen Euro wollte es in einen neuen Standort im Gewerbegebiet Afferde-Ost investieren, 13 neue Arbeitsplätze sollten dort entstehen. Jetzt ist die Natur Briketts (kurz: Nabri) GmbH an der Fluthamelstraße pleite. 15 Arbeitsplätze sind weg.

veröffentlicht am 02.05.2018 um 17:56 Uhr
aktualisiert am 02.05.2018 um 19:40 Uhr

Ende 2016 erklärte das Unternehmen gegenüber der Dewezet noch, 17,5 Millionen Euro in einen neuen Standort in Afferde zu investieren – ein Jahr später beantragte es das Insolvenzverfahren. Foto: Dana/Archiv
Philipp Killmann

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Philipp Killmann Reporter zur Autorenseite
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Nachdem das Insolvenzverfahren am 1. März eröffnet worden war, habe die Produktion bereits Ende März eingestellt werden müssen, wie Insolvenzverwalter Martin Schmidt auf Anfrage der Dewezet mitteilt. „Wir haben nach möglichen Investoren gesucht, und es hat auch mehrere Interessierte gegeben, aber es hat am Ende keiner zugeschlagen“, so Schmidt. Ausschlaggebend soll dabei der Umstand gewesen sein, dass die Produktionsstätte des Unternehmens technisch noch nicht ausreichend ausgereift und damit nicht zuverlässig genug gewesen sei. Technische Probleme hätten wiederholt zu Ausfallzeiten geführt. Auch bei der Versorgung mit Rohmaterial soll es wiederholt zu Verzögerungen gekommen sein. Erschwerend hinzugekommen sei zudem, dass die Heizsaison sich bereits dem Ende zugeneigt habe: ohne für Abnehmer „auf Halde“ zu produzieren, habe der Betrieb vor einem „Vorfinanzierungsproblem“ gestanden. „Außerdem ist das Unternehmen schon in der Vergangenheit defizitär gewesen“, führt Insolvenzverwalter Schmidt aus. Infolgedessen sei das Geld, das überwiegend auswärtige Anleger in die Online-Plattform „Green Rocket“ investiert hätten, über die das neue Werk in Afferde mitfinanziert werden sollte, „nicht in die Investition gegangen, sondern in den Erhalt des Tagesgeschäfts“, so Schmidt. Es handele sich um knapp 150 000 Euro, welche die Anleger wohl nicht mehr wiedersehen werden. Anfang Februar, kurz nachdem das Insolvenzverfahren beantragt wurde, hatte Nabri-Geschäftsführer Lutz Niesmann noch verkündet, dass es keine Ausfälle geben werde.

Als sich im Laufe des Märzes abzeichnete, dass der Betrieb nicht fortgeführt werden könne, seien die noch verbliebenen 11 von ehemals 15 Mitarbeitern informiert worden und es habe ihnen zum Ende des Monats gekündigt werden müssen, so Schmidt. Ihre Gehälter seien bis Ende März noch gezahlt worden. Einige hätten auch schon neue Jobs gefunden.

Das Produkt an sich, die Briketts, habe eine „ordentliche Qualität“ gehabt. „Aber am Ende muss damit auch Geld verdient werden“, sagt Schmidt. „Doch die Produktionsmenge hat für ein selbsterhaltendes und nachhaltiges Geschäft nicht ausgereicht.“



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