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Ursache ist oft eine mechanische Verletzung feiner Äderchen / Problem kann durch Verödung behoben werden

Nasenbluten – unangenehm, aber meistens harmlos

Christina D. (33) aus Hameln fragt: „Ich habe sehr oft Nasenbluten. Woran kann das liegen? Und: Muss ich mir Sorgen machen?“

veröffentlicht am 20.06.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 03:41 Uhr

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Dr. Werner G. Gehring antwortet: Es sieht oftmals gefährlicher aus, als es ist: Das Nasenbluten ist in der Regel harmlos und meistens nur von kurzer Dauer. Ursache einer blutenden Nase ist häufig eine mechanische Verletzung der feinen Äderchen, die in der vorderen Nasenscheidewand fließen. So ist in den meisten Fällen der eigene Zeigefinger schuld an dem erschreckenden Bluten, weil er zu intensiv in der Nase gebohrt hat. Bei sehr trockener Nasenschleimhaut kann schon das Naseputzen ausreichen, um das empfindliche Adergeflecht zu überreizen.

Beim Auftreten von Nasenbluten empfiehlt es sich, das Blut durch Vorbeugen des Kopfes aus der Nase laufen zu lassen. Die Nasenflügel sollten für höchstens fünf Minuten zusammengedrückt werden. Eine Kühlung des Nackens mittels Eis bewirkt ein Zusammenziehen der Gefäße, welches die Blutung stoppen kann. Nach dem Nasenbluten sollten Sie Ihre Nase einige Stunden nicht putzen, um unnötige mechanische Reize zu vermeiden.

Einer besonderen Aufmerksamkeit und ärztlicher Betreuung erfordert das Nasenbluten, wenn es länger als eine Viertelstunde andauert, die Blutung aus beiden Nasenlöchern erfolgt, über 500 Milliliter Blut verloren wird oder – wie es bei Ihnen offenbar der Fall ist – das Nasenbluten regelmäßig auftritt.

Starkes Nasenbluten kann durch Verödung des verletzten Äderchens gestoppt werden. Diese Therapie erfolgt mittels speziellem Strom- oder Laserverfahren oder mit Hilfe von Silbernitrat. In schwierigeren Fällen wird ein spezieller Wattepropf, der mit Salbe versehen ist, für die Dauer von maximal drei Tagen in die Nasenhöhle eingeführt. Auch ein spezieller Eingriff durch einen Chirurgen kann erforderlich sein.

In selteneren Fällen kann das Nasenbluten auf eine Erkrankung hindeuten. So kann beispielsweise Bluthochdruck, Schwellungen der Nasen- und Nebenhöhlen oder Leukämie durch häufiges Nasenbluten angekündigt werden.

Dr. Werner Gehring ist Arzt in Bad Münder

Hinter Nasenbluten steckt häufig ein harmloses Leiden.

Foto: Bilderbox



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