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Abriss der Sporthalle Nord in vollem Gange / In zwei Wochen sollen Arbeiten beendet sein

Nackter Beton statt schwingender Hallenboden

Hameln. Riesige Löcher klaffen in den Außenwänden der Sporthalle Nord, und auch der Blick ins Innere verrät: Hier passiert einiges. Vom einstigen Hallenraum, den zahlreiche Schüler wie Vereine jahrelang als Trainingsfläche nutzten, ist nur noch wenig übrig: Kletterwände, eine verstaubte Anzeigentafel und ein Teil der ehemaligen Zuschauertribühne sind alles, was noch an die ehemalige Sportstätte erinnert. Anstatt des schwingenden Hallenbodens ziert nun nur noch nackter Beton die einstige Trainingsfläche. Der Abriss der Halle Nord ist in vollem Gange.

veröffentlicht am 23.10.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 08:21 Uhr

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Autor:

Jennifer Bremer
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Zwei Männer im blauen Overall beugen sich über eine metallene Baggerschaufel, die auf dem Boden zwischen zahlreichen Containern liegt. Mit allerhand Werkzeug machen sie sich an ihr zu schaffen. „Das große metallene Ding ist ein Abriss- und Sortiergreifer“, erklärt Werner Otto, Inhaber des Unternehmens Otto, das damit beauftragt wurde, die Halle abzureißen. „Normalerweise ist sie die ,Hand‘ des Baggerführers, allerdings sind gerade zwei Schläuche gerissen und das Gerät außer Betrieb.“ Damit stehen die Arbeiten auf der Baustelle vorerst still – und zwar so lange, bis der Greifer wieder repariert ist. Nach zwanzig Minuten kann es weitergehen.

Stück für Stück reißt der Bagger Teile der Außenwände heraus und legt sie auf den Boden. Bis zum Ende der Herbstferien soll hier nichts mehr stehen, die Halle dem Erdboden gleichgemacht und das Gelände aufgeräumt sein. Bereits in der vergangenen Woche ist mit den ersten Arbeiten begonnen worden. Otto: „Mit kleinen Baggern haben wir die Umkleide- und Duschräume entkernt und dann die Inneneinrichtung der Halle abgetragen.“ Jetzt stehen nur noch die Außenwände – oder besser: Teile davon.

Eine große Abrissbirne kommt für die Halle im Hamelner Norden aber nicht zum Einsatz. Das habe zwei Gründe, so Otto: „Zum einen sind schon zu viele Unfälle passiert, zum anderen liegt der ganze Schrott dann auf einem riesigen Haufen.“ Und das sei für die folgenden Arbeiten unpraktisch. Denn: Jedes abgerissene Stück der Halle muss in seine Einzelteile zerlegt und in einem entsprechenden Abfallcontainer entsorgt werden. „Das ist Mülltrennung im großen Stil“, sagt Otto, und das sei aufwendig: „Beim Abtragen der Glasfaserwolle, also dem Dämmmaterial der einstigen Sporthalle, müssen die Arbeiter besonders aufpassen.“ Nur mit Schutzanzug und Atemmaske dürfe sie entsorgt werden. Weil sie in Verdacht stehe, Krebs zu erregen, werde sie auch noch einmal extra in Plastiksäcke verpackt, bevor sie in den Müll wandere.

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Nur mit Schutzkleidung darf die Dämmwolle angefasst werden.

„Schade, dass die Halle abgerissen wird“, findet die 20-jährige Anna-Lena Krückeberg, die mit ihr viele schöne Erinnerungen verbindet, hatte sie doch während ihrer Grund- und Realschulzeit hier Sportunterricht. „Man hatte immer so viel Platz, dass auch zwei Klassen gleichzeitig unterrichtet werden konnten.“ Auch der Abrissunternehmer selbst hat als Schüler noch in der Halle trainiert – wenn auch nur zwei Jahre. „Es ist schon komisch, sie jetzt abzureißen“, findet er. Nichtsdestotrotz ist er froh, den Auftrag bekommen zu haben.



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