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Aktion zu Halloween lockt in den Klüt-Wald

Nachtklettern für Unerschrockene

Hameln. Halloween im Wald? Danke nein, würden wohl viele sagen. Doch einige Mutige trafen sich am Freitagabend im Hamelner Kletterwald: Nur mit Knicklichtern bewaffnet und kaum vorhandener passiver Beleuchtung durften sich zum ersten Hamelner Halloweenklettern die unerschrockensten Kletterer Hamelns beweisen.

veröffentlicht am 03.11.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 03:41 Uhr

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Autor:

Benjamin Krämer
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Bereits die obligatorische Sicherheitseinweisung und das Anlegen des Klettergeschirrs wurden zu einer schwierigen Aufgabe, da die Veranstalter das Stichwort „Nachtklettern“ ernst genommen hatten und es entsprechend finster war. Ein wenig Licht spendete immerhin der liebevoll gestaltete Gruselfriedhof tief unter den Seilen zwischen den Bäumen: Dunkelrot angeleuchtete Grabsteine (unter anderem der Familie Simpson) mit furchterregenden Puppen und riesigen Ratten. In ihrer Mitte fand die Einweisung statt, die mit einer kurzen, humorvollen Schauspieleinlage des Friedhofswächters eingeleitet wurde. Dann ging es hoch in die Baumwipfel.

Hoch oben war es: dunkel. Da konnte es schon mal schwierig werden, die eigene Hand vor Augen zu sehen. Doch das ausgelassene Gejohle der Kletterer, die mit ihren grünen Knicklichtern vom Boden aus wie ein Schwarm Glühwürmchen aussahen, machte schnell deutlich: Die Dunkelheit stört hier niemanden. Im Gegenteil – die Stimmung war gut, und die ohnehin besondere Atmosphäre des dunklen Waldes paarte sich bestens mit der besonderen Verwandlung des Areals zum Grusel-Gebiet durch die Veranstalter.

Wer eine Auszeit brauchte, oder seinen vom Angstschweiß vollgelaufenen Helm lüften wollte, konnte sich unten im Camp in der Gruselküche mit wärmendem Eintopf versorgen lassen, denn es war nicht nur finster, sondern auch nass und kalt. Trittsicherheit, gutes Schuhwerk und eine große Portion Unerschrockenheit waren also Voraussetzung für die Teilnahme am Halloweenklettern. Angesichts des Premieren-Erfolgs dürften sich wohl etliche Kletterer wünschen, dass fürs nächste Jahr eine Wiederholung geplant wird – auch wenn sich jeder, der schon beim normalen Aufenthalt im Kletterwald öfter mal mit mulmigem Gefühl nach unten schaut, zwei Mal überlegen sollte, ob er sich wirklich in die düsteren Baumwipfel schwingen will. Denn am Freitag konnte es einem schon vom Zusehen unwohl werden, wenn die wahrlich Wagemutigen sich von Baum zu Baum schwangen, und die Sicherungen scheinbar im Nichts einrasteten.

2 Bilder

Ein bisschen Grusel war schon dabei, als die Kletterer sich im Finsteren Wald in die Baumwipfel begaben. Die geschminkten Einweiser wirkten auch nicht gerade vertrauensvoll – aber alle hatten ihren Spaß. fn



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