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Nachgefragt: Wie finden Sie Palettenmöbeln in der Innenstadt?

HAMELN. In Bodenwerder ist ein Streit über das Verbot von Palettenmöbeln in der Innenstadt entbrannt. Wir haben in der Hamelner Innenstadt nachgefragt, was Passanten zu dem Thema denken.

veröffentlicht am 20.04.2019 um 13:00 Uhr

Sind Palettenmöbel für Innenstädte angemessene Sitzgelegenheiten? In Bodenwerder ist die Angelegenheit zum Beispiel umstritten. Foto: dpa

Autor:

Michèle Rochau
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Mittlerweile hat die dortige Stadtverwaltung angekündigt, die Gestaltungs- und Werbesatzungen modernisieren zu wollen. Die Satzungen aus den 1990er Jahren geben Regeln für das Erscheinungsbild der Innenstadt vor. Wir haben in der Hamelner Innenstadt nachgefragt, was Passanten zu dem Thema denken.

Gabriele Wellhausen aus Fischbeck findet Palettenbänke „ganz witzig“. Besonders bequem seien sie mit dicken Polstern. Im Stadtbild würden sie die Bänke nicht stören und sie finde es „albern“, wie sich manche anstellten. „Es ist gerade schön, wenn alles individuell ist, das ist lebhaft“, sagt sie. Die Gestaltungssatzung solle zeitgemäß werden, aber Leute täten sich schwer mit neuen Dingen, sagt Wellhausen.

„Bequemer als Metallmöbel“ findet Sara Volta aus Tündern die Palettenmöbel. Sie ist ein ausgesprochener Fan. Volta habe sogar vor, selbst welche zu bauen.

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Wolfgang Bölter aus Hameln meint, dass Palettenmöbel in die Umgebung passen müssen. In die Innenstadt würden solche Möbel eher passen als in Wohngegenden, sagt Bölter. In Hameln sei „alles so 08/15, da ist nichts Besonderes“. Wichtig sei ihm jedoch, dass das Stadtbild einheitlich bleibe. Das sei die Aufgabe der Stadt. „Es soll nicht bunt sein, es soll passend sein“, sagt Bölter. Es könne nicht sein, dass alle irgendetwas hinstellen dürfen, meint er.

„Besser als Plastikstühle“, findet Annemarie Tietze aus Aerzen die Palettenmöbel. Aber „wenn alles so modern eingerichtet ist“, schrecke sie das eher ab.

Andreas Priesner aus Klein Berkel findet das Thema schwierig. Palettenmöbel gefallen ihm persönlich nicht. Die Gestaltungssatzung könne man schon ein bisschen modernisieren. Wichtig ist ihm aber, dass Modernes auch zu dem Alten passt.

Als „etwas Neues“ bezeichnet Ursula Beckmann aus Emmerthal die Palettenmöbel. Sie kenne das schon aus Rinteln. Da gäbe es Palettenmöbel an der Weser. Störend fände sie die Möbel im Stadtbild nicht und sie würde sich auch gern mal auf Palettenmöbel setzen, sagt sie.

Pascal Oberwinter aus Barntrup kann sich Palettenmöbel gut in der Hamelner Innenstadt vorstellen. Er habe sie auch zu Hause. Wenn er die Wahl zwischen Stuhl und Palettenbank hätte, würde er sich für die Palettenbank entscheiden, sagt Oberwinter. Die seien einfach gemütlicher. Die Stadt habe zwar das Recht, zu bestimmen, wie das Stadtbild auszusehen habe, aber es sollte möglich sein, einen Kompromiss zu finden, sagt Oberwinter.

Der Kaffee sei Christel Wolten aus Hameln wichtiger als die Sitzgelegenheiten eines Cafés. Solange die Kissen gemütlich seien, wäre sie offen für Palettenbänke. Bedingung sei allerdings, dass man gut von den Bänken aufstehen können muss. Eine gute Rückenlehne bei der Bestuhlung ist auch Doris Rangius aus Hameln wichtig. So seien die Eisenstühle an der Bushaltestelle City/Pfortmühle ihrer Meinung nach eine Fehlinvestition gewesen. Die seien viel zu kalt. Palettenbänken würde sie zumindest eine Chance geben: „Da würde ich mich mal draufsetzen“, sagt sie.

„Es muss doch nicht immer alles gleich aussehen“, sagt Christiane Keese aus Hameln. Besonders wenn junge Leute etwas ins Leben riefen, müsse die Stadt das unterstützen, wenn sie sich weiterentwickeln möchte. Man könne Themen auch totreden, meint sie zur Diskussion in Bodenwerder.



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