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Nach Unfall Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung

veröffentlicht am 11.10.2011 um 12:37 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:35 Uhr

Hameln (ube). Die Ursache des tödlichen Verkehrsunfalls, der sich am frühen Montagmorgen auf der B 83 zwischen Hameln und Ohr ereignet hat (wir berichteten), ist immer noch unklar. Unfallanalytiker, Ursachenermittler und Forensiker sind weiter mit der Auswertung der Spuren beschäftigt.

Fest steht bislang: Der Ford Fiesta des jungen Mannes (21) ist in einer leichten Rechtskurve nach links auf die Gegenfahrbahn geraten und frontal mit einem Lastwagen zusammengestoßen. Zum Unfallzeitpunkt war die Straße feucht. Im Protokoll der Ermittler ist „feiner Nieselregen“ vermerkt. An der Stelle, an der sich die Kollision ereignet hat, darf Tempo 100 gefahren werden. Der Vater des ums Leben gekommenen Bundeswehrsoldaten sagt, sein Sohn sei „ein extrem besonnener Autofahrer gewesen, einer, der eher zu langsam fuhr als zu schnell“. Der Mindener soll weder geraucht noch Alkohol getrunken haben. Die Eltern, die ihr einziges Kind verloren haben, fragen sich: Warum ist der Unfall passiert? Was war die Ursache?
Ein von der Staatsanwaltschaft in Hannover hinzugezogener Kfz-Sachverständiger der Dekra wird voraussichtlich in vier bis sechs Wochen sein unfallanalytisches Gutachten vorlegen. Darin wird es um die zentrale Frage gehen: Hätte der Lkw-Fahrer den Unfall zeitlich und räumlich vermeiden können? Derzeit wird gegen den Kraftfahrer (48) aus Döllstedt „routinemäßig wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung ermittelt“. Die Nachforschungen des für Verkehrsdelikte zuständigen 7. Fachkommissariats gehen unterdessen weiter. Experten werden in Kürze die Daten des sichergestellten, aber bei dem Zusammenstoß beschädigten Lkw-Fahrtenschreibers auswerten. Polizeioberkommissar Andreas Meier sucht Zeugen, die den Hergang beobachtet haben. Er bittet vor allem einen Bundeswehrsoldaten, der kurz nach dem Zusammenstoß betroffen neben dem Wrack gestanden hat, sich zu melden. Die Telefonnummer des Ursachenermittlers: 05151/933-375.
Das Schicksal des jungen Autofahrers bewegt die Menschen. Auf der Dewezet-Facebook-Seite sei der Online-Bericht über den tragischen Unfall sehr oft kommentiert worden, sagt Online-Redakteur Tomas Krause. „Einige Mitglieder der Community haben der Familie ihr Beileid ausgesprochen, andere ihre Gefühle gepostet.“
Die ölverschmierte Unfallstelle ist inzwischen gereinigt worden. Mitarbeiter der Straßenmeisterei haben eine bei der Kollision entstandene meterlange und zentimetertiefe Schlagmarke in der Fahrbahndecke provisorisch mit einem Asphaltgemisch verschlossen. Nach Angaben der stellvertretenden Leiterin des Straßenbauamtes, Uta Weiner-Kohl, wird nun geprüft, ob die beschädigte Schicht abgefräst und erneuert werden muss.

2 Bilder
Neun Stunden lang war die Straße zwischen Ohr und Hameln gesperrt. Foto: ube


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