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Anwohner geschockt und fassungslos

Nach der Bluttat in Afferde: Haftbefehl gegen Ehemann

veröffentlicht am 04.08.2014 um 12:33 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:30 Uhr

Hameln (fn/red). Einen Tag nach der tödlichen Attacke auf eine 45-Jährige Frau aus Afferde gibt es erste Erkenntnisse zum Motiv und zum Tathergang erbracht. Alles deutet auf ein Beziehungsdrama hin.

Ich bin erschüttert.“ „Eine ganz traurige Angelegenheit.“ „Ganz, ganz schlimm.“ Die Anwohner in Afferde sind tief betroffen. Beim Einkauf, bei Gesprächen unter Nachbarn oder an der Tankstelle gab es Am Montag nur ein Thema: der gewaltsame Tod von Christine A. Die Menschen im Hamelner Ortsteil sind erschüttert von der Gewalttat, die sich keine 24 Stunden zuvor in ihrem Dorf abgespielt hat. Trauernde Menschen haben Blumen im schmalen Vorgarten des roten Backsteinhauses abgelegt, brennende Kerzen kamen hinzu.

Nach Angaben der Polizei hatte sich das Ehepaar Christine und Erdan A. im Juni 2014 getrennt. Die 45-jährige Frau zog mit ihren beiden Söhnen (15 und 17 Jahre) in eine Wohnung in Afferde. Am Sonntag kam es dann zu der schrecklichen Tat. Der Noch-Ehemann lauerte seiner Frau in der Hauseinfahrt auf und griff sie brutal an.  Der 61jährige Vermieter hielt sich zu dieser Zeit in seiner Garage auf. Als er der Frau helfen wollte, wurde er von Erdan A. zurückgedrängt und erlitt eine Stichverletzung in den Bauch. Nach Zeugenaussagen der Nachbarn habe der Täter anschließend wieder auf die Frau eingeschlagen und mit einem Messer tödliche Verletzungen gegen den Oberkörper und Hals beigebracht. Die Frau verstarb noch am Tatort. Anschließend soll Edan A. versucht haben sich selbst umzubringen. Die Polizei, die über Notruf von den Nachbarn informiert wurde, nahmen den 42-Jährigen fest. Er wurde mit einem Rettungshubschrauber nach Hannover in die MHH geflogen. Sein Zustand soll weiterhin kritisch sein. Der 61-jährige Vermieter ist nach einer Operation im Hamelner Klinikum außer Lebensgefahr.

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Im Vorgarten haben Trauernde Blumen abgelegt und Kerzen entzündet. Foto: fn

Der Täter befindet sich derweil unter polizeilicher Bewachung. Sein Zustand ist weiterhin kritisch. Die beiden Söhne des Opfers werden von Verwandten betreut. Sie sollen von der Tat nichts mitbekommen haben.

Die Staatsanwaltschaft Hannover hat gegen den Täter einen Haftbefehl wegen Totschlags beantragt.



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