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Der Vorsitzende des Hamelner Fanclubs über den Dienstagabend in Dortmund

Nach Anschlag auf den BVB: „Jetzt erst recht“

HAMELN/DORTMUND. Als Thomas Escher, Vorsitzender des Hamelner BVB-Fanclubs, im Telefonat mit der Dewezet auf den Abend des Anschlags zurückblickt, ist er bereits wieder auf dem Weg ins Dortmunder Stadion. „Es wird eine besondere Atmosphäre“, erwartete er eine Stunde vor dem Anpfiff des verlegten Spiels. „Willst du wirklich noch mal hinfahren?“, hätten die Arbeitskollegen gefragt – Escher fuhr. „Jetzt erst recht“, lautet die Devise.

veröffentlicht am 12.04.2017 um 19:04 Uhr
aktualisiert am 12.04.2017 um 21:00 Uhr

Thomas Escher vom BVB-Fanclub Hameln. Foto: Archiv
Frank Henke

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Frank Henke Redaktionsleiter zur Autorenseite
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Ein „mulmiges Gefühl“ sei es zeitweise schon gewesen, am Dienstagabend im Dortmunder Stadion, berichtet Thomas Escher, Vorsitzender des Hamelner BVB-Fanclubs. Fünf Mitglieder des Clubs hatten im Stadion auf den Anpfiff des Champions-League-Viertelfinales Dortmund gegen Monaco gewartet. Doch dann wurde das Spiel nach dem Anschlag auf den Mannschaftsbus der Borussia abgesagt, das Publikum gebeten, zunächst im Stadion zu bleiben. Der Internet- und Handyempfang war spärlich, den meisten Fans somit nicht klar, was eigentlich genau passiert war. Erst eine Ansprache von BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke sorgte für Klarheit auf der Tribüne. Für den Hamelner Fanclub-Vorsitzenden war es nicht der erste seltsame (Nicht-)Fußballabend: Auch die Absage des Länderspiels Deutschland gegen die Niederlande erlebte er 2015 in Hannover live vor Ort.

Als Escher im Telefonat mit der Dewezet auf den Abend ins Dortmunder Stadion zurückblickt, ist er bereits wieder auf dem Weg dorthin. „Es wird eine besondere Atmosphäre“, erwartete er eine Stunde vor dem Anpfiff des verlegten Spiels. „Willst du wirklich noch mal hinfahren?“, hätten die Arbeitskollegen gefragt – Escher fuhr. „Jetzt erst recht“, lautet die Devise. Aus Angst dem Stadion fernzubleiben, komme nicht infrage. „Dann dürfte man auch nicht mehr mit dem Zug oder über die Autobahn fahren.“

Und dann entwickelte sich an diesem düsteren Dienstagabend ja auch noch Positives: Dortmunder boten den nun für eine Nacht gestrandeten Fans des AS Monaco spontan Unterkünfte an. „Vielleicht entwickeln sich da Freundschaften“, sagt Escher auf dem Weg vom Bahnhof zum Stadion. „Ich habe hier zumindest schon viele gemischte Fangruppen gesehen.“ Und so etwas sei doch das Schöne am Fußball.

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